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Shock Waves, 1977 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

SHOCKWAVES – DIE AUS DER TIEFE KAMEN
(SHOCK WAVES, USA, 1977, Regie: Ken Wiederhorn)

Nach einem Seebeben treibt ein kleiner Luxusdampfer auf eine Schlammbank. Dort festgesetzt, macht sich die Besatzung auf die Suche nach Hilfe. Sie stoßen auf eine kleine Insel, die von einem mysteriösen Professor bewohnt wird. Dieser rät seinen Besuchern, den Ort so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Das Warum wird mit einer Horde Nazi-Zombies, die aus dem Wasser steigen, beantwortet. Die Supersoldaten aus dem 2. Weltkrieg sind aktiviert, und sie wollen keine Freundschaft schließen.

Ken Wiederhorns (RETURN OF THE LIVING DEAD 2, 1988) Debütfilm SHOCK WAVES zeichnet sich vor allem durch seine Drehorte aus, die eine unheimlichen Atmosphäre heraufbeschwören. Gedreht wurde auf den Bahamas und in Florida. Besonders das verwitterte Hotel ist sehr wirksam und erinnert an MAN-EATER (1980). Aber auch Filme wie WOODOO – SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES (1979), DEATH SHIP (1980) oder SOS-SOS-SOS BERMUDA-DREIECK (1978) blitzen hier auf, die allesamt nach diesem Film entstanden sind. Die Supersoldaten, die aus dem Wasser steigen, bewegen sich wie im Methadon-Programm und erwecken leichte Erinnerungen an die uniformierten Herrschaften aus SUMPF DER LEBENDEN TOTEN (1981), dennoch wirken diese hier etwas agiler. Der Score von Richard Einhorn, der zwar ohne große Hörwerte auskommt, legt sich wie ein finsterer Mantel über die Bilder und funktioniert sehr gut im Zusammenspiel. Weniger überzeugend wirken hingegen die Darsteller, wobei wir natürlich die beiden Wunderknaben Peter Cushing und John Carradine an Bord haben, die aber beide etwas auf Sparbetrieb laufen, vor allem Cushing. Es sei ihm verziehen, und 1977 musste er niemandem mehr etwas beweisen. Zudem gibt sich Brooke Adams die Ehre, die ich auch immer gerne sehe.

Inhaltlich ist bei SHOCKWAVES – DIE AUS DER TIEFE KAMEN kein Gold zu schürfen, aber als Horrorfilm mit einer gruseligen Stimmung, kann er sich durchaus zeigen, zumal das Meeres-Insel-Setting nicht so häufig im Genre auftaucht.

(Bjoern Candidus)

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