Zum Inhalt springen
  • Startseite
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Über uns
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

Look What’s Happened to Rosemary’s Baby, 1976 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

LOOK WHAT’S HAPPENED TO ROSEMARY’S BABY
(USA, 1976, Regie: Sam O’Steen)

Ein paar Jahre nachdem Rosemary ihren Sohn Andrew / Adrian zur Welt gebracht hat, löst sie sich aus dem satanischen Zirkel um Roman und Minnie Castevet und kann mit ihrem Sohn fliehen. Ihr Ex-Mann Guy ist mittlerweile ein angesehener Schauspieler, der nicht mehr mit Rosemary zusammen ist. Doch die Vergangenheit lässt ihn nicht los: Roman Castevet meldet sich bei ihm, denn sie wollen Andrew / Adrian zurück, und Guy soll dabei helfen.

Manches sollte einfach nicht sein, könnte man denken, wenn einem ein Titel wie LOOK WHAT’S HAPPENED TO ROSEMARY’S BABY entgegen springt. Und doch ist die Neugier des Fans des Originals groß. Und wenn man Ira Levins Fortsetzung ROSMARY’S SOHN (1997) gelesen hat, kann es eigentlich nicht Schlimmer werden. Nur ist dieser Film hier, bei dem Sam O’Steen Regie geführt hat, der sich bereits als Editor von ROSEMARY‘S BABY (1968) verantwortlich zeigte, über 20 Jahre vor der Roman-Fortsetzung entstanden, für das US-Fernsehen, wohl bemerkt.

Die Geschichte ist in drei Kapitel eingeteilt: The Book of Rosemary, The Book of Adrian, The Book of Andrew. Im ersten Buch sehen wir Rosemary, wie sie mit ihrem kleinen Sohn auf der Flucht ist. Im zweiten Buch ist Andrew / Adrian bereits zwanzig und sieht sich immer wieder mit seinen übersinnlichen Kräften konfrontiert, worin ihn Roman und Minnie natürlich fleißig bestärken. Im letzten Buch möchte Andrew / Adrian all dem abschwören.

An für sich ist die Idee gar keine schlechte, und sicherlich werden sich immer wieder Menschen gefragt haben, was denn nun aus dem Kind wurde. Der beste Ratgeber ist da natürlich die eigene Fantasie, aber das ist eine andere Geschichte. Sam O’Steen und Anthony Wilson, der die Story geschrieben hat, haben jedenfalls einiges aus dem Hut gezaubert und einen schrillen Okkult-Horrorfilm gezimmert. Das Wiedersehen mit Ruth Gordon als Minnie Castevet ist Balsam, auch wenn sie hinten den Erwartungen zurückbleibt. Der wunderbare Ray Milland ersetzt Sydney Blackmer als Roman Castevet, während Patty Duke (DER TÖDLICHE SCHWARM, 1977) das schwere Erbe von Mia Farrow als Rosemary antreten muss. Der Sohn, um den es geht, Andrew / Adrian, wird von Stephen McHattie (PONTYPOOL, 2008) verkörpert. Mit der Besetzung lässt sich durchaus leben, brillieren tut hier jedoch niemand. Wo sich Polanski noch jeglichen Horror-Effekt spart und das Grauen schleichen lässt, geift O’Steen in die Trickkiste und tritt aufs Gaspedal. Inszenatorisch könnte die Kluft zwischen Polanski und O’Steen kaum größer sein, und hier ist auch das Positive von LOOK WHAT’S HAPPENED TO ROSEMARY’S BABY: O’Steen versucht erst gar nicht Polanski zu kopieren, sondern geht seinen eigenen Weg, aber dieser ist halt voller Löcher. Es gibt ein paar minimal spannende Momente, bunte Discowelten, okkulte Rituale und ganz viel Geschwätz.

LOOK WHAT’S HAPPENED TO ROSEMARY’S BABY ist eine unnötige TV-Film-Fortsetzung eines Meisterwerks, die wenig Qualitäten besitzt, aber als Kuriosum durchaus interessant und unterhaltsam sein kann.

(Bjoern Candidus)

←Deadly Inheritance, 1968 – ★★½
Baba Yaga, 1973 – ★★★½→

Kommentare

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

  • Darkroom, 1989 – ★★

    10. September 2026
  • The Time Travelers, 1964 – ★★★

    8. September 2026
  • River’s Edge, 1986 – ★★★★

    7. September 2026
  • White Star, 1983 – ★★★★½

    5. September 2026

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt