MÖRDERBIENEN GREIFEN AN
(THE SAVAGE BEES, USA, 1976, Regie: Bruce Geller)
Auf einem Frachtschiff vor New Orleans entkommen Bienenschwärme. Doch es sind keine herkömmlichen Bienen. Die afrikanische Biene wurde mit der südamerikanischen Biene gekreuzt und daraus resultierte eine neue Art, ausgestattet mit einem tödlichen Gift. Die tödliche Fracht steuert auf das Festland zu, wo man sich gerade auf Mardi Gras vorbereitet. Als es zu den ersten Todesfällen kommt, erklärt ihnen Sheriff McKew und Dr. DuRand den Kampf…
Bruce Geller, der vor allem als Autor für TV-Serien gearbeitet hat und nur zwei Jahre nach MÖRDERBIENEN GREIFEN AN mit nur 48 Jahren gestorben ist, hat hier einen spannenden Tier-Horrorfilm inszeniert. Die Produktion entstand für das US-TV, wurde aber in einigen Ländern im Kino ausgewertet, z.B. auch in Deutschland. Im Gegensatz zu DER WEISSE HAI (1975), der kurz vorher weltweit das Geld in die Kinokassen spülte, sind Bienen natürlich weniger ikonisch, aber in der Masse, im Schwarm nicht weniger tödlich, zumindest hier. Zwar bekommt man ein paar fiese Attacken zu sehen, die auch sehr gut inszeniert wurden, aber Geller konzentriert sich vor allem auf den wissenschaftlichen Aspekt und auf die Figuren. Mit Ben Johnson als Sheriff Donald McKew und Michael Parks als Dr. DuRand bekommt man direkt zwei starke Männer geliefert, die gemeinsam mit Gretchen Corbett als Jeannie Devereaux auf Bienenjagd gehen. Und sogar Horst Buchholz verirrt sich in den Cast. Das New Orleans-Setting, die Mardi Gras-(Archiv) Aufnahmen und die Natur drumherum ergeben ein atmosphärisches Gesamtbild, und selbst für das Voodoo-Thema findet man kurz Zeit.
MÖRDERBIENEN GREIFEN AN ist ein ruhiger, aber prickelnder Tier-Horrorfilm, der schnell Erklärungen liefert und einen gekonnt mitnimmt, um eine Lösung für das Problem zu finden. Ein bisschen mehr Bienen-Terror hätte zwar nicht geschadet, aber man bewegt sich schließlich im Rahmen eines TV-Films.
(Bjoern Candidus)
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