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Blood Beach, 1980 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

BLOOD BEACH – HORROR AM STRAND
(BLOOD BEACH, USA, 1980, Regie: Jeffrey Bloom)

Am Strand von Santa Monica verschwinden Menschen im Sand oder werden von einem unbekannten Etwas gebissen oder gar gefressen. Das Einzige, was man findet, ist ein Krater im Sand. Die Polizei schaltet sich ein, um mit der Hilfe der Rettungsschwimmer den Strandabschnitt zu untersuchen.

Der Schrecken auf hoher See ist im Horror-Kino durchaus anzutreffen, vor allem im Bereich des Tier-Horrors. Seltener rückt aber der Strand in den Mittelpunkt. Hin und wieder verirrt sich vielleicht mal ein wahnsinniger Killer in den Dünen, wie z.B. in MANIAC (1980). Aber hier schlummert die Gefahr im Sand. Plötzlich tut sich ein Loch auf, und schwupp ist man verschwunden. Ein einfach Trick, um die Strandbesucher zu reduzieren.

Jeffrey Blooms (BLUMEN DER NACHT, 1987) Beach-Monster-Horrorfilm ist ein charmantes Produkt seiner Zeit, was gleich mit zwei nennenswerten Darstellern aufwartet: John Saxon und Burt Young. Saxon ist Polizei-Captain Pearson, Young Sergeant Royko. Mit den beiden kann man gar nicht falsch liegen, und vor allem Young spielt sein Charisma voll aus. In weiteren Rollen sind David Huffman, Mariana Hill und Otis Young zu sehen. Neben den Hauptfiguren tauchen auch immer wieder skurrile Nebenfiguren auf, die manchmal interessanter sind als das Monster, was sich ohnehin mit Sand bedeckt hält. Apropos Sand, da war doch was mit Monstern im Sand. Drei Jahre nach Blooms Film kam DIE RÜCKKEHR DER JEDI-RITTER, in dem man einen Sarlacc kennenlernt. Das sind riesige, wurmähnliche Kreaturen mit Tentakeln, die im Sandboden leben und aus Löchern kommen, wenn die auf der Jagd sind. 1984 kam DER WÜSTENPLANET, in dem Frank Herberts Sandwürmer durch David Lynch auf die Leinwand gebracht wurden, aber am stärksten drängte sich mir IM LAND DER RAKETENWÜRMER (1990) auf. Dort kündigen sich die Würmer mit einem Beben an, aber man weiß nie, wo sie letztlich auftauchen, und so ist es hier auch. Die Gefahr ist quasi unsichtbar, und das ist wirksam und gleichzeitig sparsam. In dieser Hinsicht ist IM LAND DER RAKETENWÜRMER allerdings besser und spannender inszeniert. Allerdings können sich auch beide nicht von einem gewissen Humor freisprechen, aber der geht bei beiden auf seine Art auf, was im Horror-Kino selten genug der Fall ist. In Sachen Blut und Gekröse sollte man die Erwartung niedrig halten. Erst gegen Ende dreht der Film grafisch kurz auf. Davor versteht es Bloom, mittels billiger Tricks und verschrobenen Figuren zu unterhalten. Das Strand-Meer-Setting ist geradezu erfrischend, und ich war froh, mal keine Flosse im Wasser sehen zu müssen.

BLOOD BEACH ist ein sehenswerter Monster-Horrorfilm, der nach dem Manchmal-ist-weniger-mehr-Prinzip funktioniert.

←Shoot, Gringo… Shoot!, 1968 – ★★★½
The Savage Bees, 1976 – ★★★→

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