IM STAUB DER SONNE
(SPARA, GRINGO, SPARA, Frankreich, Italien, 1968, Regie: Bruno Corbucci)
Der Revolvermann Chad Stark wird nach einer Schießerei von Mexikanern gefangengenommen und zu der Hacienda von Don Hernando Gutierrez gebracht. Der Don befiehlt, ihn aufhängen zu lassen. Doch kurz vor der Hinrichtung entscheidet er sich anders. Er stellt Chad vor die Wahl: Am Leben bleiben oder seinen Sohn Fidel zurückzubringen, der sich von seiner Familie bewusst getrennt hat. Dazu wartet noch eine Belohnung von 5000 $ auf Chad. Er geht auf den Deal ein und macht sich auf die Suche nach Fidel. Als er ihn findet, stellt er schnell fest, dass Fidel ziemlich durchtrieben und gewieft ist und dass sein Auftrag komplizierter ist als gedacht.
Auf das Haus Corbucci ist Verlass. Ob nun Sergio oder in diesem Fall sein Bruder Bruno Corbucci hinter der Kamera steht, die beiden Italiener beweisen stets, dass sie hervorragende Regisseure sind, die ihr Handwerk perfekt verstehen.
Eigentlich ist es ja Sergio, der für die Italo-Western zuständig war, aber auch Bruno wollte mal den Staub von Almeria einatmen und so inszenierte er diesen Western.
In der Hauptrolle ist der Amerikaner Brain Kelly (u.a. ein Executiv Producer von BLADE RUNNER, 1982) als Chad, der sehr charismatisch ist. Notgezwungen an seiner Seite ist der gut aussehende Fabrizio Moroni (VIER FLIEGEN AUF GRAUEM SAMT, 1971), der mit Ray Lovelock verwandt sein könnte.
Beide geben ein wirklich tolles Duo ab und beherrschen mit ihrem Spiel das Geschehen. Für den weiblichen Part ist hier die schöne Erika Blanc (LIEBE UND TOD IM GARTEN DER GÖTTER, 1972) zuständig.
Die Mischung aus Flucht-, Rache- und Buddy-Movie ist frei von Leerlauf, bietet viel Action, eine wertige Fotografie einer wunderschönen Landschaft und einen überzeugenden Score von Sante Maria Romitelli (SKLAVEN IHRER TRIEBE, 1969). Durch die vielen Charaktere kommt es auch zu vielen Dialogen, die die Figuren sehr gut unterstreichen und lebendig machen.
IM STAUB DER SONNE ist ein waschechter Italowestern, der alles bietet, was das Herz benötigt.
(Bjoern Candidus)
Schreibe einen Kommentar