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Damien – Omen II, 1978 – ★★★

DAMIEN – OMEN 2
(DAMIEN: OMEN 2, USA, 1978, Regie: Don Taylor)

Als Carl Bugenhagen erfährt, dass Robert Thorn bei dem Versuch, Damien mit den sieben Dolchen von Megiddo (ein Berg in Israel) zu töten, von der Polizei erschossen wurde, informiert er Michael Morgan, einen Freund der Familie Thorn. Morgan glaubt ihm kein Wort, und als ihn Bugenhagen zu einer Ausgrabungsstätte führt, die seine Geschichte beweisen soll, kommen die beiden ums Leben. 

Sieben Jahre später. Damien lebt bei Roberts Bruder Richard Thorn in Chicago und besucht zusammen mit seinem Cousin Mark eine Militärakademie. Noch ahnt Damien nichts von seiner wahren Bestimmung, doch in seinem Umfeld passieren schreckliche Unfälle, die Feinde hervorbringen, die die Pläne des Teufels durchkreuzen wollen. Langsam findet er heraus, wer er wirklich ist.

Nachdem der ursprünglich (schon für das Original) vorgesehene Regisseur Mike Hodges nach drei Wochen Dreharbeiten wegen künstlerischen Differenzen von der Fox entlassen wurde, sprang Don Taylor kurzfristig ein, um in die Fußstapfen von Richard Donner und David Seltzer zu treten. 

Der Film startet mit einer spannenden Eröffnngs-Szene in Israel, die kurz nach den Ereignissen des ersten Teils ansetzt und Leo McKern als Carl Bugenhagen zurückbringt, wenn auch nur kurz. Danach verlässt der Film seinen warmen Schauplatz und wechselt in ein winterliches Chicago. Die Inszenierung sieht gut aus, ist versiert fotografiert von Bill Butler, der ein paar Jahre vorher DER WEISSE HAI (1975) in Bildern festgehalten hat. Doch leider schafft es Taylor nicht, die düstere Stimmung des Originals zu reproduzieren. Er konzentriert sich zu sehr auf die Tötungen, die zwar auch ihre Wirkungen erzielen, aber viel zu wahllos erscheinen. Im Gegensatz zum ersten Teil sind einem hier die meisten Figuren völlig egal, was nicht an den Darstellern, sondern am Drehbuch liegt. Robert Thorns Bruder Richard wird von William Holden dargestellt, seine Frau Ann Thorn von Lee Grant. Damien Thorn wird diesmal von Jonathan Scott-Taylor verkörpert, der durchaus passt und natürlich die interessanteste Figur des Films darstellt. Ihm wird diesmal Lance Henriksen als Sergeant Neff an die Seite gestellt, der ihm flüstert, wer er wirklich ist. Des Weiteren sind Robert Foxworth, Nicolas Pryor und Ian Hendry an Bord. 

Das Hauptproblem ist die Story, die in großen Teilen die seines Vorgängers kopiert. Man bekommt zwar mehr Einblicke in das Thorn Familien-Imperium geliefert, die auch für den dritten Teil wichtig sind, aber alles wird nur vage angeschnitten, da man sich vielmehr auf blutige Schauwerte konzentriert. Immerhin gibt es auch hier reichlich religiöse Relikte zu bestaunen. Was auch wieder gut funktioniert ist der Score von Jerry Goldsmith, der allerdings nicht viel Neues zu bieten hat. 

Obwohl DAMIEN – OMEN 2 inhaltliche Probleme hat und in Sachen Spannung und Atmosphäre nicht mit seinem Vorgänger mithalten kann, hat Don Taylor dennoch einen kurzweiligen Okkult-Horrorfilm geschaffen, in dem es viel zu sehen gibt. 

(Bjoern Candidus)

←The Omen, 1976 – ★★★★★
The Final Conflict, 1981 – ★★★½→

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