DAS GEHEIMNIS DER DREI DSCHUNKEN
(Deutschland, Italien, 1965, Regie: Ernst Hofbauer)
Michael Scott, ein Geheimagent, soll sich mit seiner Kollegin Carol Eden nach Hong Kong begeben, um dort einen Schmugglerring zu sprengen.
Das Hauptproblem bei diesem klischeegetränkten Agententhriller ist der Agent. Stuart Granger ist nämlich weder ein James Stuart, noch ein Sean Connery, noch ein Heinz Drache, dabei hätte er im Grunde das Potential. Doch leider bleibt er steif und wirkt irgendwie gelangweilt. An seiner Seite ist Rosanna Schiaffino, die zumindest schön anzusehen ist. Mehr Potential für Unterhaltung liefern Harald Juhnke, Margit Saad, Paul Klinger und vor allem der wundersame Horst Frank.
Dass die Story nicht das Aushängeschild ist, dürfte klar sein. Im Grunde hat man es mit einem zeittypischen Agentenfilm mit Abenteuer-Einschlag zu tun. Der wirkliche Star des Films ist ganz klar das Hong-Kong-Setting, bei dem es immer was zu sehen gibt. Von Tempeln, schön ausgestatteten Wohnungen bis hin zum Verkehr auf dem Wasser mittels Bötchen oder Dschunken darf man sich hier in eine asiatische Welt entführen lassen.
Zwischendurch würzt Ernst Hofbauer mit ein paar Action-Szenen und liefert Unfälle, Prügeleien und Schießereien und serviert ein bisschen Wortwitz und die üblichen handzahmen Zutaten, die solche Filme mit sich bringen. Am ehesten würde ich das Ganze mit Filmen aus dem FU MANCHU- oder EDGAR WALLACE-Zyklus vergleichen, nur das dieser Film hier etwas bodenständiger, aber auch langweiliger ist. Abgerundet wird der Ausflug mit einem Score von Riz Ortolani.
DAS GEHEIMNIS DER DREI DSCHUNKEN bietet keine großen Innovationen, sondern lädt lediglich dazu ein, sich mit ein bisschen charmanter und schön fotografierter Krimi-Unterhaltung ablenken zu lassen.
(Bjoern Candidus)
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