CARVED: THE SLIT MOUTHED WOMAN
(KUCHISAKE-ONNA, Japan, 2007, Regie: Kôji Shiraishi)
Eine leichenblasse Frau mit aufgeschnittenem Mund und Schere in der Hand, die sich Kinder krallt, erweckt erst mal großes Interesse. Leider ist es Regisseur Kôji Shiraishi (GROTESQUE, 2009) aber nicht gelungen, mich damit zu gewinnen.
Einerseits mag ich die ruhige, oft trostlose Stimmung des japanischen Horror-Kinos, andererseits schwingt oft ein sehr melancholischer Ton mit, der nicht selten wie Blei auf mir lastet. Gekrönt werden die Bilder oft mit Scores, die diese Wirkung zusätzlich befeuern. CARVED: THE SLIT MOUTHED WOMAN hat genau diese Zutaten zu bieten, und hatten Filme wie RING (1998) und JU-ON – THE GRUDGE (2002) noch eine unheimliche
Sogwirkung, bleibt hier vor allem ein Eindruck am dominantesten: Langeweile.
Eine interessante, aber schlecht umgesetzte Story mit ausdruckslosen Darstellern und geschmacksarmen Horror-Zutaten, die weder Spannung noch Schocks parat hält, macht CARVED: THE SLIT MOUTHED WOMAN zu einer belanglosen Fußnote im Pool des J-Horrors.
(Bjoern Candidus)
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