THE RETURN – TÖDLICHE BEDROHUNG
(THE RETURN, USA, 1980, Regie: Greydon Clark)
Nach einer schönen, in den sechziger Jahren angesiedelten Anfangsszene, in denen ein kleines Mädchen und ein kleiner Junge eine extraterrestrische Erfahrung machen, springt der Film inhaltlichen 25 Jahre nach vorn.
Und nach diesen 25 Jahren treffen sich die beiden Kinder, die nun zu Erwachsenen herangewachsen sind im gleichen Ort wieder. Doch irgendwas stimmt in dem beschaulichen Städtchen nicht. Ausgeweidete Kühe sollen nur der Anfang von etwas Größerem sein.
Von einer Rückkehr kann man hier gleich in mehrfacher Hinsicht sprechen. Zum einen die inhaltliche Rückkehr im Film, zum anderen Greydon Clarks direkte Rückkehr zum Thema Invasion. Im gleichen Jahr entstand nämlich auch WITHOUT WARNING, in dem sich, wie auch hier, Martin Landau und Neville Brand zeigen. Und auch Dan Wyman ist zurück und liefert einen passenden Score.
Schnell gewinnt man den Eindruck, dass Greydon Clark hier mehr Budget zur Verfügung hatte, da man schon zu Beginn eine schöne UFO-Szene mit phantastischen Lichteffekten bekommt. Insgesamt macht der Film einem wertigen Eindruck, aber manchmal eben auch nicht. Gaga-Momente sind hier ebenso zu finden wie in WITHOUT WARNING. Der Gore-Faktor, wenn man davon überhaupt sprechen möchte, ist leicht erhöht, und in der Tat gibt es hier sogar eine richtig fiese Szene, wenn ein Mann mit dem Gesicht in die Innereien einer halbverwesten Kuh fällt. Neben weiteren blutigen Kleinigkeiten lebt dieser Film aber vor allem durch seine Atmosphäre, sein Schauplatz (Kalifornien, was als New Mexico verkauft wird) und durch die trügerische Kleinstadt-Idylle mit ihren typisch verschrobenen Bewohnern. Viel Neues ist hier nicht anzutreffen, und da kommen einem die irren Figuren gerade recht. Neben Landau und Brand darf auch Jan-Michael Vincent und Vincent Schiavelli Hallo sagen. Ich hatte auf jeden Fall das Gefühl, als hätte Martin Landau, den ich mit Schnäuzer und Hut kaum erkannt habe, am meisten Kontrolle über sich gehabt.
THE RETURN – TÖDLICHE BEDROHUNG ist ein solider Mix aus vielen ähnlich gelagerten Filmen. Von richtigen Schauwerten kann nicht die Rede sein, dennoch wurde ich hier gut unterhalten.
WITHOUT WARNING würde ich aber klar vorziehen, müsste ich mich entscheiden.
(Bjoern Candidus)
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