BABY BLOOD 2
(UNBORN 2 – BORN AGAIN, USA, 1994 Regie: Rick Jacobson)
Für den einen ist es das größte Glück auf Erden, für den anderen der größte Schrecken: ein Baby! Besonders dann, wenn sich der Nachwuchs als genmanipuliertes Monster entpuppt. Doch die Kinderbuchautorin Catherine liebt ihren monströsen Joey über alles. Dann taucht Linda auf, die selbst Mutter eines dieser Babys war. Sie macht Jagd auf die noch lebenden Babys, für die Dr. Richard Meyerling (siehe UNBORN – KIND DES SATANS, 1991) und seine Gen-Experimente verantwortlich waren, um Schlimmeres zu verhindern.
Wie schon der Vorgänger UNBORN – KIND DES SATANS (1991), stammt auch die Fortsetzung aus der schier unendlichen Produktionswelt von Roger Corman. Bei UNBORN führte Rod Flender (LEPRECHAUN 2, 1994) Regie, bei UNBORN 2 Rick Jacobson (BLOODHUNTER, 1996). Dass der deutsche Titel, BABY BLOOD 2, mal wieder einem Kundenbetrug gleichkommt, soll hier nur kurz erwähnt werden.
UNBORN 2 steigt direkt garstig ein und präsentiert die Erschießung (im Off) eines kleinen Jungen im Sandkasten durch eine Frau, die danach ganz schnell das Weite sucht. Später steht noch der Besuch auf einer Säuglingsstation an. Aber auch Joey, das sehr scheußlich Monsterbaby, kann sich zur Wehr setzen. In Sachen Gewalt legt Jacobson gegenüber dem Vorgänger noch eine Schippe drauf. Was hier aber vor allem auffällt, ist die rasante, actionbetonte Art der Inszenierung, was wohl daran liegt, dass Jacobson und der Autor Rob Kercher vor allem aus dem Actionfilm-Fach stammen. Die kurzweilige Art tut dem Film gut, der inhaltlich kaum was zu bieten hat. Am meisten mangelt es dem Film aber an Atmosphäre. Im Gegensatz zu dem eher düsteren Vorgänger, ist UNBORN 2 sehr hell. Ausgeglichen wird das durch die Darsteller. Michele Greene als liebevolle Mutter Catherine und Robin Curtis als Killerin Linda machen solide Arbeit. Etwas unpassend sind hingegen Carole White und Darryl Henriques als schrille Nachbarn von Catherine.
UNBORN 2 ist ein inhaltsleerer, spannungsarmer, aber kurzweiliger, blutiger Monsterbaby-Horrorfilm, der mich gut unterhalten hat.
(Bjoern Candidus)
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