Zum Inhalt springen
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Über uns
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

Tower of Evil, 1972 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

TURM DER LEBENDEN LEICHEN 
(TOWER OF EVIL, GB, 1972, Regie: Jim O‘Connolly)

Zwei Fischer finden in einem Leuchtturm auf einer Insel ein paar Leichen von jungen Leuten. Ein schreckliches Massaker hat dort stattgefunden, was eine junge Frau überlebt hat. Diese bringt in ihrer Panik einen der Fischer um, was dazu führt, dass sie als Hauptverdächtige für die Polizei gilt. Sie selbst weiß nicht mehr, was sich auf der Insel zugetragen hat. Mittels Hypnose will die Polizei dies herausfinden. Parallel dazu beauftragen die Eltern der jungen Frau einen Privatdetektiv, der sich einer Forschungsexpedition von Archäologen anschließt, die auf der Insel ein wertvolles Grab vermuten. Mit einem Boot geht es zum Leuchtturm, was die Damen und Herren sehr schnell bereuen werden. 

Jim O‘Connolly schlägt nach seinem Dino-Western GAWANGIS RACHE, (1969) ganz andere Töne an und liefert einen recht blutrünstigen Horrorfilm ab, der sich vor allem durch seinen Schauplatz auszeichnet. Ein Leuchtturm auf einer Insel steht hier im Zentrum, und der zeigt sich in Form eines Miniatur-Modells, als errichtete Kulisse oder mit wenigen echten Aufnahmen. Wie auch immer, der Schauplatz, wie er innen wie außen inszeniert wurde, sorgt für eine schaurige Atmosphäre. 

Schon die Titel-Sequenz, die den Leuchtturm umhüllt von Nebel zeigt, auf den ein kleines Boot zusteuert, sorgt für eine unheimliche Atmosphäre. Diese wird dann mit reichlich Gore gewürzt, der für 1972 schon beachtlich ist. Schon der Anfang zeigt das große Sterben, und im Final geht es dann richtig zur Sache. Natürlich bewegt man sich immer noch in einem gewissen Rahmen, aber der Blut- und Gewalt-Trend zeichnet sich hier deutlich ab, der in ähnlichen britischen Produktionen wie FRANKENSTEINS HORRORKLINIK (1973) fortgesetzt wurde. Hier gibt es sogar zwei direkte Verbindungsstücke zu den Filmen: Dennis Price und Robin Askwith. Zudem finden sich hier Bryant Haliday, Jill Haworth, Mark Edwards, Jack Watson usw. ein, die leider wenig Eindruck hinterlassen. 
Dabei ist der Film inhaltlich durchaus interessant. Die Baal-Gott-Opferritus-Thematik, die Insel, das Tunnel-System unter dem Leuchtturm und der Schrecken, der dort haust, hat mir gefallen. TUNNEL DER LEBENDEN LEICHEN aus dem gleichen Jahr weist gewisse Parallele auf, wie auch später MAN-EATER (1980). Neben der gruseligen Atmosphäre und den Grausamkeiten bedient man sich Krimi- und Abenteuer-Elementen, in denen auch ein bisschen nacktes Fleisch präsentiert wird. Eigentlich hat Jim O‘Connolly an jeden gedacht. 

TURM DER LEBENDEN LEICHEN ist manchmal etwas zäh, fade besetzt, aber insgesamt ein sehenswerter Horrorfilm mit Gruselatmosphäre, Gewalt und Grausamkeiten und dem unnachahmlichen Charme des britischen Horrorkinos. 

(Bjoern Candidus)

←The Unborn II, 1994 – ★★★
Heartbeat, 1983 – ★★★→

Kommentare

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

  • River’s Edge, 1986 – ★★★★

    7. September 2026
  • White Star, 1983 – ★★★★½

    5. September 2026
  • Fortsetzungen

    3. September 2026
  • The Angry Red Planet, 1959 – ★★★

    3. September 2026

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt