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Death Is Sweet From the Soldier Of God, 1972 – ★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DJANGO – ER SÄTE DEN TOD
(SEMINÒ MORTE… LO CHIAMAVANO IL CASTIGO DI DIO!, Italien, 1972, Regie: Roberto Mauri)

Django, ein ehemaliger Sheriff, wird bezichtigt, Geld für den Bau einer Schule gestohlen zu haben. Als er verhaftet wird, lernt er in seiner Zelle den Mexikaner Spirito Santo kennen. Durch die Hilfe von Scott Miller, dem Kopf einer Bande, sollen beide befreit werden. Doch dieser Scott Miller ist Django ein Dorn im Auge, denn der soll die Familie seines Bruders getötet haben.

Ich habe selten einen so öden, inhaltlich verfahrenen und visuell hässlichen Italowestern gesehen wie DJANGO – ER SÄTE DEN TOD. Als hätte Regisseur Roberto Mauri sämtliche Zutaten vergessen oder die unbekömmlichen Alternativen gewählt, um einem mit diesem Brei den Magen zu verderben. Es fängt schon an mit Brad Harris als Django (natürlich nur in der dt. Version). Dieser Mann ist in dieser Rolle so ausdrucksstark wie ein Glas Wasser, von der ersten bis zur letzten Filmminute. Etwas mehr Schwung, aber nicht viel, kommt mit José Torres als Spirto Santo rein, eine Art billige Kopie eines Tomás Milián als Mexikaner. Mehr Regung stellt sich auch mit Vassili Karis als Scott Miller nicht ein, aber immerhin definiert er Überschminken ganz neu. Die lieblose, teils billige Ausstattung passt sich den Figuren gut an. Die Fotografie ist ernüchternd und die vielen Dialoge langweilig. Eigentlich ist hier alles langweilig. Die obligatorischen Schießereien und Verfolgungen auf Pferden sind vertreten, aber selbst hier hatte ich das Gefühl, dass die Macher nicht so recht wussten, was sie taten. Aber die Erklärung für diese Katastrophe ist einfach und fast ungeheuerlich: DJANGO – ER SÄTE DEN TOD besteht nämlich zu großen Teilen aus zwei anderen Western – ARRIVA DURANGO… PAGA O MUORI (1971) von Roberto Bianchi Montero und SABATA VIVO OU MORTO (1970), der ebenfalls von Mauri inszeniert wurde. Um dann noch halbwegs eine Story zu konstruieren, drehte man noch neues Filmmaterial, mixte die drei Produktionen zusammen, und fertig war DJANGO – ER SÄTE DEN TOD. 

Und wer sich wenigstens noch den staubigen Charme der Wüste von Tabernas in Almería erhofft, muss ebenfalls enttäuscht werden. Hier gibt es Mischwald, grüne Wiesen und Erde, was mir mehr das Gefühl vermittelt hat, man wäre in Bad Segeberg oder Elspe bei den Karl-May-Spielen, nur ohne Winnetou, aber mit Brad Harris. 

Kurz und knapp: DJANGO – ER SÄTE DEN TOD ist absolut nicht zu empfehlen.  

(Bjoern Candidus)

←A Candle for the Devil, 1973 – ★★★½
May God Forgive You… But I Won’t, 1968 – ★★★½→

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