DIE VIER SCHÄDEL DES JONATHAN DRAKE
(THE FOUR SKULLS OF JONATHAN DRAKE, USA, 1959, Regie: Edward L. Cahn)
Ein Fluch lastet auf der Familie der Drakes, den der Ur-Großvater zu verantworten hat. Dieser hat ein Blutbad unter den Ureinwohnern des Amazonas angerichtet, was dazu führt, dass die männlichen Nachkommen der Drakes an Herzinfarkten sterben, sobald sie das 60. Lebensjahr erreicht haben. Als Jonathan Drake eine Vision von drei schwebenden Totenschädeln hat, ahnt er Fürchterliches. Während dessen ruft seinen Bruder Kenneth an und spricht von Schrumpfköpfen. Jonathan macht sich auf den Weg zu seinem Bruder, der in der Nacht von einem Mann mit zugenähtem Mund vergiftet wird. Am anderen Morgen diagnostiziert der Arzt einen Herzinfarkt. Weil Kenneth Tochter Alison die Sache merkwürdig erscheint, schaltet sie Police Lt. Jeff Rowan ein. Zu recht, denn am Tag der Beerdigung fehlt der Kopf des Leichnams.
Alte weiße Männer, Schrumpfköpfe und Schwarze Magie erwarten einen in diesem Schwarzweiß-Horrorfilm von Edward L. Cahn (IT! THE TERROR BEYOND SPACE, 1958).
Die Mischung aus Krimi- und Horrorfilm ist recht anschaulich, wenn auch billig. Die gruselige Atmosphäre, die durch die Fotografie von Maury Gertsman heraufbeschworen wird, baut die nötige Spannung auf. Der Film bietet auch ein paar verstörende Momente, wie die Herstellung eines Tsantsa, besser bekannt als Schrumpfkopf. Stellenweise musst ich hier auch an das Kino von William Castle denken. Unter den Darstellern finden sich u.a. Eduard Franz, Grant Richards, Henry Daniell und Valerie French, die allesamt nur wenig Ausdruck mitbringen.
DIE VIER SCHÄDEL DES JONATHAN DRAKE hat eine bizarre Story zu bieten, schmückt sich mit schaurigen Momenten, ist aber auch etwas lahm.
(Bjoern Candidus)
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