DAS SCHLITZOHR UND DER BULLE
(IL TRUCIDO E LO SBIRRO, Italien, 1976, Regie: Umberto Lenzi)
Erneut lässt Umberto Lenzi den Boden beben und schickt Tomás Milián und Claudio Cassinelli ins Rennen. Das Drehbuch stammt von Dardano Sacchetti, der vor allem durch Drehbücher für Lucio Fulci bekannt ist.
Cassinelli ist hier ein Kommissar, der mit Hilfe eines Häftlings (Milián) und seiner Bande ein kleines Mädchen aus der Gewalt von Erpressern befreien will.
Neben diesen Italo-Legenden versammeln sich einige weitere bekannte und geliebte Gesichter vor der Kamera. Mit von der Partie sind Luciano Rossi, Umberto Raho, Ernesto Colli, Robert Hundar und der einzigartige, schier unsterbliche Henry Silva.
Wie so oft gönnt Lenzi dem Zuschauer kaum eine Atempause und serviert brutale und vor allem blutige Schießereien, action- und temporeiche Momente, die, wie meistens bei Lenzi, versiert inszeniert wurden. Die Sets (gedreht wurde in Rom) sind abwechslungsreich, bieten sowohl viele Stadt-Impressionen als auch ländliche Abschnitte. Ein Hauch von Dreck hängt in diesen Filmen stets in der Luft, und so soll es sein. Veredelt wird das Ganze mit einem antreibenden Score von Bruno Canfora.
Schießwütige Figuren, qualmende Autoreifen auf den Straßen Roms und zahlreiche Bleigewitter machen DAS SCHLITZOHR UND DER BULLE zu einem rasanten Polizei-Action-Trip.
(Bjoern Candidus)
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