Zum Inhalt springen
  • Episoden
  • Rezensionen
  • Über uns
  • Wo Ihr uns findet
  • Kontakt

Among the Living, 2014 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

AMONG THE LIVING – DAS BÖSE IST HIER
(AUX YEUX DES VIVANTS, Frankreich, 2014, Alexandre Bustillo, Julien Maury)

Victor, Tom und Dan verlassen vorzeitig den Schulunterricht, um in die Sommerferien zu starten. Sie schlagen sich durch die Felder bis hin zu einem alten Filmstudio, in dem sie Zeuge einer Entführung von einer jungen Frau werden. Zwei Männer haben sich in den verlassenen Studiokulissen eingenistet, die offensichtlich nichts Gutes im Schilde führen. Die drei Jungen werden entdeckt, aber können gerade noch entkommen. Doch der Terror beginnt erst. 

Nach ihrem sehr harten und überzeugenden Debütfilm INSIDE (2007) konnte mich das Regie-Duo
Alexandre Bustillo und Julien Maury mit LIVID (2011) überhaupt nicht überzeugen. Mit AMONG THE LIVING sieht es leider nicht viel besser aus. 

Teenager, die gegen das Böse (in welcher Form auch immer) kämpfen, ist nun wirklich nichts Neues und hat im Horror-Genre oft ganz gut funktioniert. Zumindest mag ich Filme wie THE GATE (1987), MONSTER BUSTERS (1987) oder ES (1990). Doch was anfänglich noch einem ähnlichen Konzept folgt, wird wird schnell aufgelöst. Es gibt keine Clique, die gegen einen Killer kämpft. Der Fokus liegt plötzlich auf Victor und seiner Familie. Es hätte eine düstere Version von STAND BY ME (1986) oder GOONIES (1985) werden können, doch es wurde ein belangloser, teils schlecht inszenierten Home Invasion – Horrorfilm, der zumindest Gore-Freunde befriedigen könnte. Der Killer, der die drei Jungs aufsucht, nach dem sie ihn beobachtet haben, präsentiert sich nackt, was zumindest eine Seltenheit ist. Das passt deshalb auch so gut, weil er groß und schlank ist. Was noch dahinter steckt, sei an dieser Stelle nicht verraten. Verraten sei aber, dass die wunderbare Béatrice Dalle einen derben Gastauftritt hinlegen darf. Sie ist im übrigen schwanger, damit auch der Dümmste die Verbindung zur INSIDE aufbauen kann. 

Was man dem Film zugute halten kann, sind die durchaus sympathischen Jungdarsteller Théo Fernandez, Zacharie Chasseriaud und Damien Ferdel, aber die verlieren sich ebenso in der Nichtigkeit wie der Rest der Inszenierung. Jeder gute Ansatz verpufft. Schade.

AMONG THE LIVING bietet zwar halbwegs solide Horror-Kost, aber er ist nur ein ausdrucksloser Mix ähnlich gelagerter Filme, die damals durch HIGH TENSION (2003), TEXAS CHAINSAW MASSACRE (2003) oder THE HILLS HAVE EYES (2006) auf den Markt geschmissen wurden.  

(Bjoern Candidus)

←Krull, 1983 – ★★★½
Traumstadt Gazette Ausgabe 69→

Kommentare

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

  • River’s Edge, 1986 – ★★★★

    7. September 2026
  • White Star, 1983 – ★★★★½

    5. September 2026
  • Fortsetzungen

    3. September 2026
  • The Angry Red Planet, 1959 – ★★★

    3. September 2026

Impressum · Datenschutzerklärung · © 2026 Antenne Traumstadt