MILLIONEN JAHRE ZURÜCK
(ONE MILLION B.C., USA, 1940, Regie: Hal Roach / Hal Roach Jr.)
Eine Gruppe Bergsteiger sucht in einer Höhle Unterschlupf. Wie es der Zufall will, wird die Höhle von einem Wissenschaftler untersucht, der den Bergsteigern die abenteuerliche Geschichte von Tumak erzählt, der von seinem Stamm verstoßen wurde und auf einen anderen, viel friedvolleren Stamm trifft. Dort lernte er auch Loana kennen, die ihm prompt den Kopf verdreht. Doch auch in diesem Stamm kommt es zu einem Konflikt, der Tumak vertreibt. Er entschließt sich zurück zu seinem Stamm zu gehen, und Loana begleitet ihn.
Filmlegende Hal Roach hat hier zusammen mit seinem Sohn Hal Roach Jr. (wie einfallsreich) ein ansehnliches Urzeit-Liebes-Abenteuer gezimmert. Wie so oft leben auch in dieser Filmwelt Dinosaurier zur gleichen Zeit wie Urmensch. Egal.
Man darf sich an tollen Kulisse von Wäldern, Bergen, Flüssen mit dampfenden Quellen laben, die wirklich eine prähistorische Atmosphäre heraufbeschwören.
Wenn einem nicht gerade echte Reptilien als Dinosaurier verkauft werden, denen man zusätzliche Hörner oder Kämme aufgepappt hat, haben wir es mit recht billigen Menschen-in-Dinosaurier-Kostümen zu tun. Das hätte nicht sein müssen, da man sich in anderen Momenten auch anderen Mitteln bedient hat. So entsteht manchmal ein unschöner Kontrast. Andererseits ist der absichtlich herbeigeführte Kampf zwischen einer echten Echse und einem kleinen Krokodil auch nicht gerade erbaulich. Viel störender ist aber die alberne Darstellung von den Urmenschen. Ein Victor Mature, ein Lon Chaney Jr. und eine Carole Landis sehen nun mal nicht aus wie Urmenschen, auch wenn sie Pelz und Lederlappen tragen. Diese ganze Urmenschen-Geschichte ist wenig reizend und wird zusätzlich von dem liebesschnulzenartigen Score von Werner R. Heymann verunglimpft, aber gut, neben einem Dino-Abenteuer haben wir es ja auch mit einem Liebesfilm zu tun. Der Ausgleich kommt aber mit dem Tempo, was der Film an den Tag legt. Eine Stagnation ist kaum zu verzeichnen; ständig passiert irgendwas oder die Hintergründe laden zum beobachten ein.
MILLIONEN JAHRE ZURÜCK oder TUMAK, DER HERR DES URWALDS, wie er hier alternativ heißt, kann durch sein charmantes Set-Design und einigen tollen Tricks punkten, ist aber inhaltlich leider nur zum schmunzeln.
(Bjoern Candidus)
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