ANGRIFF DER RIESENKRALLE
(ATTACK OF THE GIANT CLAW, USA, 1957, Regie: Fred F. Sears)
Was anfangs noch für ein UFO gehalten wird, entpuppt sich als riesiger Vogel, der von einem Antimaterieschild geschützt wird. Dieser gigantische Vogel hat es auf Flugzeuge abgesehen, die er fleißig vom Himmel holt. Elektronikingenieur MacAfee, seine Geliebte Sally und General Van Buskirk nehmen sich der Sache an.
Regisseur Fred F. Sears hat hier einen haarsträubenden Monsterfilm abgefeuert, der keine Sekunde ernst zu nehmen ist, aber gerade deshalb ein hohes Unterhaltungspotential bietet.
Technisch gesehen ist der Film eine ziemliche Katastrophe, wobei man natürlich das schmale Budget und die Zeit der Entstehung berücksichtigen muss. Der Riesenvogel, der hier als größte Bedrohung der Menschheit dargestellt wird, ist nicht mehr als eine groteske Marionette mit Fäden. Das Vöglein, eine Mischung aus Geier und Truthahn mit einem mordsmäßigem Iro, sieht eher liebevoll verschroben als gemein und böse aus. Er allein reicht als Grund, den Film zu gucken.
Trotz der albernen Story versucht man sich an einer ernsthaften Inszenierung, die zumindest mit Jeff Morrow und Mara Corday von recht soliden Darsteller getragen wird. Trotz finanzieller Einschränkungen versucht sich ANGRIFF DER RIESENKRALLE mit vielen Vogel-Action-Szenen. Der Vogel greift Flugzeuge und Eisenbahnen an oder reist Wolkenkratzer um.
Dass es hier nicht zu großer Spannung kommt, dürfte fast klar sein, aber charmante Unterhaltung auf absurde Art ist einem mit ANGRIFF DER RIESENKRALLE gewiss. Ein Film irgendwo zwischen KING KONG (1933) und der Augsburger Puppenkiste.
(Bjoern Candidus)
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