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Halloween 5: The Revenge of Michael Myers, 1989 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

HALLOWEEN 5 – DIE RACHE DES MICHAEL MYERS
(HALLOWEEN 5 – THE REVENGE OF MICHAEL MYERS, USA, 1989, Regie: Dominique Othenin-Girard)

Michael Myers ist endgültig tot. Dachte man. Doch der Killer mit der Maske lebt und seine Aufgabe, seine Nichte Jamie Lloyd zu töten, ist noch nicht abgeschlossen. Erneut sucht er Haddonfield auf, wo bereits Dr. Loomis auf ihn wartet. 

Bei Erfolg wird nach gelegt, möglichst sofort. Und so sollte HALLOWEEN 5 nur ein Jahr nach HALLOWEEN 4 folgen, diesmal unter der Regie von Dominique Othenin-Girard, dem man schon den dilettantischen OMEN IV – DAS ERWACHEN (1991) zu verdanken hat.

Anfänglich versucht man mit einer Rückblick-Sequenz Fragen zu beantworten, die man sich am Ende des vierten Teils möglicherweise gestellt hat, was durchaus gelungen ist und zu den wenigen atmosphärischen Momenten von HALLOWEEN 5 zählt. Dort schnell geht es abwärts. Vor allem der Star des Film, Michael Myers geht hier ziemlich unter. Sein Auftreten, was im Vorgänger noch relativ bedrohlich war, wird hier auf ein Minimum reduziert. Sah die Maske schon im Vorgänger nicht toll aus, sieht sie hier noch schlechter aus. Es musste wirklich extrem schwierig gewesen sein, eine Nachbildung einer William Shatner Maske herzustellen. Aber ich befürchte, man hat es gar nicht erst versucht.

Der ganze Film ist hektisch und nervig inszeniert, aber man hatte ja auch keine Zeit. Es flackert und wackelt hin und her, als sei der Film 20 Jahre später entstanden. Aber so kann man natürlich auch viel kaschieren. Der Stress wirkte sich wohl auch auf Komponisten Alan Howarth aus, der das bekannte Halloween-Thema unschön zu Tode peitscht. Noch viel nerviger ist aber Danielle Harris, die hier weder stillsteht noch den Rand hält. Sie ist quasi im Dauer-Heul- und Schrei-Modus, den ich noch nie ertragen konnte. Mittlerweile selbst bereit für die Psychiatrie: Dr. Loomis, erneut dargestellt von Donald Pleasence. Auf jeden Fall übernimmt er hier das Ruder von gefühlt jeder Berufsgruppe. Ein richtiger Experte in allen Bereichen. Immerhin ist er die überzeugendste Person, denn der Rest, vor allem das Partyvolk, was im Vorgänger noch reduziert war, ist hier häufiger unterwegs, um mit Kleingeistigkeit aufzuwarten. Rachel, Jamies langweilige Stiefschwester, bekommt noch weniger Spielraum, da sie recht schnell von Michael ausgeschaltet wird. In Sachen Blut und Gewalt wurden die Jungs von KNB hinzugezogen, doch die halten sich zurück, liefern dennoch mehr Gore als HALLOWEEN 4. Schauwerte gibt es in diesem Bereich dennoch nicht zu verzeichnen. Konnte Dwight H. Little noch eine relativ düstere Halloween-Atmosphäre aufbauen, schafft Dominique Othenin-Girard selbst in diesem Bereich nur wenig bis gar nichts. Immerhin versucht er im letzten Drittel das Ruder umzureißen, was sogar bedingt funktioniert. Das Auftauchen des mysteriösen Mannes mit Hut und Mantel ist eins der wenigen Spannungselemente und baut ein Geheimnis auf, dem man im nachfolgenden Teil auf die Spur kommt. 

HALLOWEEN 5 – DIE RACHE DES MICHAEL MYERS ist ein hektischer, charakterloser Slasher, der fast in allen Bereichen abschmiert und sich gerade eben noch über Wasser halten kann. Dass es im Halloween-Franchise noch mehr nach unten gehen kann, verrät ein anderer Teil. 

(Bjoern Candidus)

←Halloween 4: The Return of Michael Myers, 1988 – ★★★
The Giant Claw, 1957 – ★★★→

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