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Satan’s Little Helper, 2004 – ★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

SATAN‘S LITTLE HELPER
(USA, 2004, Regie: Jeff Lieberman)

Douglas, ein kleiner Junge, der ein großer Fan des Videospiels „Satan‘s Little Helper“ ist, läuft an Halloween seinem Idol, dem Satan, über den Weg. Dieser zieht gerade mordend durch die Nachbarschaft. Douglas bietet dem Herrn der Fliegen seine Hilfe an, die er auch annimmt. Und so zieht Douglas mit dem Satan durch Gegend, ohne sich über die mörderischen Tatsachen bewusst zu sein, die er unterstützt. 

Nach dem Tier-Horrorfilm SQUIRM (1976), dem Drogen-Horrorfilm BLUE SUNSHINE (1977) und dem Backwood-Horrorfilm JUST BEFORE DAWN (1981) dauerte es gut 23 Jahre, bis Jeff Lieberman ein letztes zum Genre zurückkehrte. 

Was in SATAN‘S LITTLE HELPER als erstes negativ auffällt: der Digitallook, der alles vermissen lässt, was Liebermans Filme sonst ausmachen. Der Film sieht billig aus, und ja, mit 650.000$ war er auch nicht teuer, bedenkt man das Entstehungsjahr. Ich konnte mich nur schwer an den Digital-Look gewöhnen, aber zumindest hat man durch die Halloween-Dekorationen eine ganz gut Atmosphäre geschaffen. Ein bisschen Haddonfield-Vibes konnte Lieberman durchaus erzeugen. Doch letztlich steht und fällt hier alles mit der absurden Geschichte. Ein kleiner Junge, der ziemlich unangenehm von Alexander Brickel dargestellt wird, stößt auf den Satan. Dieser präsentiert sich im übrigen mit einer Gummimaske, die einen Satan darstellen soll. Dazu trägt er einen dunklen Mantel und Gummikrallenhandschuhe. Schön günstig und so simpel, dass es mir wieder gefallen hat. Sehr angenehm ist es auch, dass Satan kein Wort spricht, aber dafür hat man ja den Rotzlöffel Douglas, der mit rotem Teufelscape neben ihm herläuft. 
Ein sonderbares Paar, ein sonderbarer Film. Ebenso sonderbar ist das Mitwirken von Amanda Plummer, die ich grundsätzlich gerne sehe, aber in dieser B-Produktion eigentlich nichts verloren hat. Aber immerhin macht sie das, was sie meistens tut: eine Durchgeknallte spielen. Hier ist sie die Mutter von Douglas, die zum Opfer des Satans wird. 

Erstaunlich grob ist die Gewalt ausgefallen. Der Film ist zwar nicht besonders blutig, aber die Gewaltakte richten sich z.B. gegen eine Oma, gegen eine Schwangere, gegen ein Kind im Kinderwagen und gegen eine Katze. Es wird auf sehr unterschiedliche Art und Weise getötet. Langeweile kommt nicht auf, obwohl sich Lieberman Ruhe und Zeit lässt für seine Inszenierung. Hin und wieder schafft er sogar Ansätze von Spannung zu erzeugen, die aber schnell wieder in sich zusammenfällt. 

SATAN‘S LITTLE HELPER wirkt wie ein verfilmter Comic, der irgendwie lustig sein will, es aber nicht ist. Er funktioniert am besten als grotesker Slasher, der gnädigerweise zu Halloween spielt. Ich weiß nicht mal selbst, ob ich den Film mag oder nicht.

(Bjoern Candidus)

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