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A Black Veil for Lisa, 1968 – ★★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

DAS GEHEIMNIS DER JUNGEN WITWE
(LA MORTE NON HA SESSO, Italien, 1968, Regie: Massimo Dallamano)

Inspektor Bülow glaubt, seine viel jüngere Frau würde ihn betrügen, was ihm sehr zu schaffen macht. Gleichzeitig muss er sich um eine Mordserie im Hamburger Drogenmilieu kümmern. Als er endlich ein Beweis findet, um den Mörder zu überführen, findet er auch einen Hinweis darauf, dass ihn seine Frau tatsächlich betrügt. Als er den Mörder festnimmt, unterbreitet ihm Inspektor Bülow einen Vorschlag

Bereits sechs Jahre bevor Regisseur Massimo Dallamano mit seinem großartigen Thriller DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER um die Ecke bog, kombinierte er den Giallo mit dem Poliziottesco. Dabei kam DAS GEHEIMNIS DER JUNGEN WITWE herum, der auch ohne einen Whodunit durchaus spannend ist. Wer der Täter bei solchen Produktionen letztlich ist, ist ohnehin nicht immer das spannendste Merkmal dieser Filme. Und so lüftet Dallamano recht schnell die Identität des Killers, um die Story in eine andere Richtung zu lenken. Dabei setzt Dallamano anfänglich auf die typischen Merkmal eines Giallo-Killers, wenn er ihn mit schwarzem Regenmantel, schwarzem Hut und schwarzen Handschuhen losschickt, um zu töten. Er setzt sogar noch eins drauf und lässt den Killer sein Gesicht schwarz schminken. 

Insgesamt ist der Film recht düster gehalten und zeigt ein tristes kaltes Deutschland, genauer: Hamburg. Die vielen alten weißen Männer passen gut ins Bild, allen voran Oscar-Gewinner John Mills (RYANS TOCHTER, 1969), der als eifersüchtiger Ehemann und Inspektor zu überzeugen weiß. Ihm gegenüber steht ein noch frischer Robert Hoffmann (SPASMO, 1974) als Max Lindt. Lisa, die Dame, um die hier gleich mehrere buhlen, wird von Luciana Paluzzi (FEUERBALL, 1965) verkörpert, die zu Recht das Interesse der Männer weckt. Auch das Tempo des Films ist ordentlich. Man hält sich kaum auf, zeigt abwechslungsreiche Schauplätze, wie eine Kirmes, die Küste, den Hafen und viele städtische Orte. Der treibende Score, der zwar nicht immer zu den Szenen passen will, aber trotzdem stets gut klingt, stammt von Giovanni Fusco und Gianfranco Reverberi.

DAS GEHEIMNIS DER JUNGEN WITWE ist ein spannend konzipierter, gut besetzter Thriller um eine Dreiecksgeschichte, der sich absolut sehen lassen kann.

Es sei noch anzumerken, dass sich die US-Fassung vor allem am Ende deutlich von der Originalfassung unterscheidet. 

(Bjoern Candidus)

←The Son of Kong, 1933 – ★½
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