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The Son of Kong, 1933 – ★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

KING KONGS SOHN
(SON OF KONG, USA, 1933, Regie: Ernest B. Schoedsack)

Nachdem der Regisseur Carl Denham mit der Zurschaustellung von King Kong ein riesiges Chaos in New York City angerichtet hat, hagelt es Schadensersatzklagen. Doch diese kann Denham nicht bezahlen und flüchtet mit Kapitän Englehorn aufs Meer. Ihren ersten Landbesuch unternehmen sie auf der Insel Dakang. Dort lernen sie nicht nur die schöne Helen kennen, sondern auch Kapitän Nils Helstrom, dem Denham gut bekannt ist, da er ihm einst die Karte nach Skull Island verkaufte. Der Riesenaffe soll nicht das einzige Geheimnis von Skull Island sein, denn dort soll auch ein Schatz zu finden sein, der Denham aus seinem Ruin herausholen könnte. Die Crew steuert Skull Island an.

Fortsetzungen, Remakes, Neuinterpretationen und nicht mal das Cinematic-Universe sind eine Erfindung der letzten Jahre. Schon in den 1930er-Jahren hat Hollywood den lukrativen Nutzen entdeckt, beliebte Figuren immer wieder auf die Leinwand zu bringen. Bereits im gleichen Jahr von der Premiere von KING KONG UND DIE WEISSE FRAU (1933) kurbelte man die Produktion für die Fortsetzung, KING KONGS SOHN, an, die noch im Dezember gleichen Jahres in die US-Kinos kam. 

Diesmal entstand das Affentheater nur unter der Regie von Ernest B. Schoedsack. Leider konnte man die Magie des Vorgänger hier kaum bis gar nicht herüberretten. Obwohl sich der Film als direkte Fortsetzung versteht, und sogar mit Robert Armstrong (Carl Denham) und Frank Reicher (Kapitän Englehorn) gleich zwei Darsteller des Originalfilms besetzt wurde, hat mich die Story keine Sekunde gepackt, ganz im Gegenteil. Gut 40 Minuten wird man hier mit unsympathischen Figuren gequält und gelangweilt, die ihre miese Laune permanent verbreiten. Hin und wieder versucht man dem Ganzen ein bisschen Humor zuzufügen, was vorne bis hinten nicht funktioniert(, zumindest heute nicht mehr).

Konnte man sich bis dahin wach halten, wird man dann zumindest mit Skull Island belohnt, was allerdings auch nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Die Atmosphäre des Vorgängers braucht man hier gar nicht erst erwarten. Rudimentär gibt es ein paar nette Kulissen zu bestaunen aber das war’s auch schon. Gelungener sind da hingegen die Stop-Motion-Effekte von Willis O’Brien. King Kongs Sohn hat in etwa die Größe eines Elefanten und präsentiert sich mit hellgrauem Fell. Niedlich sieht er aus, aber sein Vater stiehlt ihm zu jeder Zeit die Show, aber der ist ja Geschichte in diesem Film. Damit der Zuschauer wenigstens noch ein bisschen Monster-Action bekommt, lässt O’Brien einen riesigen Bären und ein paar Saurier auf Kong Junior los, und das sind die wenigen netten Momente von KING KONGS SOHN. 

KING KONGS SOHN ist ein wirklich schlechtes Beispiel für eine Fortsetzung, der es fast an all dem mangelt, was den Originalfilm auszeichnet. Sehr schade.

(Bjoern Candidus)

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