GIRLS NITE OUT
(USA, 1982, Regie: Robert Deubel)
Ein wahnsinniger Killer in einem Bärenkostüm schlachtet sich durch ein Campus-Fest, was von einem Radio-D.J. begleitet wird, der unter den kostümierten Feiernden eine Schnitzeljagd veranstaltet. Zeit für Officer Mac, dem Campuspolizist, dessen Tochter einst ebenfalls ermordet wurde, den Täter schnellstmöglich zu stellen.
Erst mal den Ball flach halten, dachte sich Robert Deubel scheinbar, denn es dauert gut 40 Minuten, bis aus dem Slasher endlich mal ein Slasher wird. Erst lässt man sich Zeit mit Trotteln und Trottelinnen, die Party machen, dumme Sprüchen reißen, streiten oder sich zärtlich näher kommen, bevor das übliche Geplänkel weitergeht. Erst nach dieser langatmigen Phase gewinnt GIRLS NITE OUT, der in der Hochphase des Slasher-Kinos gezimmert wurde, etwas an Fahrt. Der Killer, der als Bären-Maskottchen einer Basketballmannschaft verkleidet ist, schlitzt sich fröhlich mit einer Krallenhand, die aus Küchenmessern besteht und unweigerlich an den zwei Jahre später entstandenen A NIGHTMARE ON ELM STREET erinnert, durch die Campusbrut. Bis auf ein paar blutige Momente ist nicht viel Gore auszumachen, allerdings punktet Deubel mit einer recht düsteren Atmosphäre, die durch den Score unterstützt wird. Neben den zweit- bis drittklassigen Darstellern, verwundert es, dann doch etwas, den charismatische Hal Holbrook (und sein Sohn David) zu entdecken, die zusammen mit Rutanya Alda wenigstens für etwas Klasse sorgen.
GIRLS NITE OUT ist ein billiger, in wenigen Tagen heruntergekurbelter Slasher, der zumindest ab der zweiten Hälfte ein bisschen Spannung und Terror verbreitet.
(Bjoern Candidus)
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