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Nightwish, 1989 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

NIGHWISH – OUT OF CONTROL
(NIGHWISH, USA, 1989, Regie: Bruce R. Cook)

Professor Dr. Mendele, Fachgebiet: Parapsychologie, hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Unterbewusstsein zu analysieren, in dem er die Träume seiner Testpersonen aufzeichnet. Um noch weiter in seine Forschungen einzudringen, organisiert er ein Haus auf dem Lande, in dass er eine Handvoll Studenten einlädt, die bereit sind, sich auf seine Experimente einzulassen. Doch sein Experiment gerät außer Kontrolle. 

NIGHWISH – OUT OF CONTROL startet durchaus interessant und lässt schon in der Pre-Titel-Sequenz erkennen, um was es hier in etwa geht. Nach der stylischen Titel-Sequenz, die mit dem packenden Synthesizer-Score von Phil Davies und Mark Ryder viel verspricht, wird es wenig später ernüchternd. Die atmosphärischen Bilder weichen grellem Tageslicht, durch das ein Autobus mit vier jungen Leuten fährt. Drei von denen sind absolut austauschbar, der andere hingegen ist ein guter Bekannter, der aus der Art schlägt. Kein geringerer als Brian Thompson fährt nämlich den Autobus. Thompsons Rollen sind meistens zwischen Dummheit, Coolness und Brutalität angesiedelt, und hier verbindet sich alles. Auch wenn sein sonderbares Verhalten im weiteren Verlauf des Films durchaus Sinn ergibt, ist er hier als Darsteller ziemlich fehlbesetzt. Keiner der Darsteller kann wirklich überzeugen, ebensowenig die Story, wobei die an sich gar nicht das Problem ist. Durch Film wie A NIGHTMARE ON ELM STREET (1984), insbesondere NIGHTMARE ON ELM STREET – DREAM WARRIORS (1987), DREAMSCAPE (1984) und VISION DER DUNKELHEIT (1988) wurde das Traum-Thema immer wieder aufgegriffen und auf unterschiedliche Art behandelt. Träume sind ein faszinierendes Thema, und das Genre bietet sich gerade dazu an, dies zu bearbeiten. Doch Bruce R. Cook war offensichtlich nicht besonders bemüht, das Thema auf ernsthafte Art anzugehen und tischt einen hanebüchen Irrsinn auf, dem ich kaum folgen konnte. Immerhin spendiert die KNB-Schmiede ein paar eklige Schleim- und Gore-Effekte, an denen auch echte Käfer teilhaben durften. Zudem schafft es Cook hin und wieder die anfängliche Atmosphäre im späteren Verlauf noch mal aufzugreifen und mit netten Licht- und Spezial-Effekten anzureichern, die der Inszenierung zumindest optisch sehr gut tun. 

Nichtsdestotrotz ist NIGHTWISH ein wirrer, unausgegorener Horrorbrei mit sämtlichen Zutaten, die gar nicht mal so gut abgeschmeckt wurden. 

(Bjoern Candidus)

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