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Vampire, 1979 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DER GROSSSTADTVAMPIR
(VAMPIRE, USA, 1979, Regie: E. W. Swackhamer)

Die Zeiten von Transsylvanien sind vorbei! 

Bei der Errichtung einer neuen Kirche in San Francisco wird der Vampir Prinz Anton Voytek wiederbelebt. Dieser zeigt sich nicht nur als Gentleman, der Frauen den Kopf verdreht, sondern auch als Kunsthändler. Seine Augen fallen vor allem auf Leslie, die Frau von John Rawlins, dem Architekten der neuen Kirche. Doch als die ermordet wird, fällt John in eine Depression, die sich schnell in Rache umwandelt. Mit Hilfe von Harry Kilcoyne geht er auf Vampirjagd. 

Vampire in der Kleinstadt, Vampire in der Großstadt, spätestens ab den 1970er-Jahren hat Graf Dracula und seine Brüder und natürlich seine Schwestern die Zivilisation erreicht. Es kamen Filme wie COUNT YORGA (1970), BLACULA (1972), DRACULA A.D. 1972 (1972), DIE HERREN DRACULA (1976), SALEM‘S LOT (1979) usw. Mit DER GROSSSTADTVAMPIR hat Regisseur E. W. Swackhamer (TERROR AT LONDON BRIDGE, 1985) einen weiteren Beitrag geliefert, welcher das Thema (im dt. Titel mehr als deutlich) auf den Punkt bringt. 

Richard Lynch macht als Vampir eine gute Figur, da braucht man nicht meckern. Jason Miller (DER EXORZIST, 1973) als John Rawlins hat mir etwas Angst gemacht. Ich wurde das Gefühl nicht los, Pazuzu würde noch immer ihm stecken. Hinzu kommen E. G. Marshall (TOMMYKNOCKERS, 1993), Kathryn Harrold (INTO THE NIGHT, 1985) und in einer kleinen Rolle: Joe Spinell (MANIAC, 1980).

Die Kombination aus Großstadt-Moderne und den gediegenen, muffigen Gefilde von Prinz Voytek kann sich sehen lassen. So ganz wollte man sich wohl nicht von den Schatten der Vergangenheit lösen. 
Es sei auch zu erwähnen, dass es sich hier um einen TV-Film handelt, denen in der Regel visuelle Grenzen gesetzt sind. Insgesamt zeigt sich der Film handzahm, ist manchmal zu geschwätzig und zu Ereignislos, um spannend zu sein. Dennoch mochte ich die Story und die ruhige Stimmung. 

DER GROSSSTADTVAMPIR ist ein etwas angestaubtes, aber durchaus sympathisches TV-Relikt, was ursprünglich als Pilotfilm einer Serie gedacht war. 

(Bjoern Candidus)

←Frankenstein and the Monster from Hell, 1974 – ★★½
Nightwish, 1989 – ★★→

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