DER GENERAL STARB IM MORGENGRAUEN
(THE GENERAL DIED AT DAWN, USA, 1936, Regie: Lewis Milestone)
Der chinesische Provinzherr Yang will alle zwölf Landesteile unter seine Kontrolle bringen. Sein Gegner, General Wu schickt den amerikanischen Abenteurer O’Hara (Gary Cooper) nach Shanghai, um dort Waffen für ihn zu besorgen. Währenddessen wartet Peter Perrie mit seiner Tochter Judy in China, um O’Hara zu helfen den illegalen Schmuggel abzuwickeln. Aber Perrie spielt ein falsches Spiel.
Oscar-Regisseur Lewis Milestone (IM WESTEN NICHTS NEUES, 1930)
hat hier einen atmosphärischen Abenteuerfilm gedreht, der sehr hochwertig und verspielt inszeniert wurde. Schon im Vorspann werden die Namen der Beteiligten auf Segeltüchern geblendet, was sehr schick aussieht. Außerdem darf man eine der ersten Splitscreen-Szenen der Filmgeschichte bewundern. Bis auf ein paar Außenaufnahmen hat man es mit hochwertigen Kulissen zu tun, die ein geheimnisvolles China zeigen. Besonders dicht wird die Atmosphäre im Finale, wenn es auf eine Dschunke geht. Auffällig sind die verhältnismäßig harten Szenen, die sich dort ereignen.
Die Besetzung ist durch die Bank charismatisch und überzeugend.
Neben Gary Cooper (12 UHR MITTAGS, 1952), der hier mit einem kleinen Affen unterwegs ist, darf man auch die schöne Madeleine Carroll (39 STUFEN, 1935) bewundern. Und Akim Tamiroff wurde für seine Rolle als General Yang sogar für einen Oscar nominiert, den er allerdings nicht gewann.
DER GENERAL STARB IM MORGENGRAUEN ist ein düsterer Abenteuerfilm mit politischem Einschlag, der sich handwerklich auf hohem Niveau bewegt, aber manchmal etwas zu geschwätzig ist.
(Bjoern Candidus)
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