DJANGO – NUR DER COLT WAR SEIN FREUND
(DJANGO SPARA PER PRIMO, Italien, 1966, Regie: Alberto De Martino)
Ein Kopfgeldjäger hat den Banditen Thomas Garvin erledigt und ist mit seiner Leiche auf dem Weg zum Sheriff, um die 5000 Dollar Belohnung zu kassieren. Dann begegnet ihm Garvins Sohn Glenn, genannt Django, der den Kopfgeldjäger rasch erledigt. Nun reitet er mit der Leiche seines Vaters nach Silver Creek, um das Geld abzuholen. Doch dann beginnt der Ärger erst…
Niemand geringeres als der vielseitige Alberto De Martino (IM DUTZEND ZUR HÖLLE, 1973 / DER ANTICHRIST, 1974) hat diesen sehr belebten Italowestern geschaffen, der sich durch ordentliche Qualität auszeichnet. De Martino serviert etablierte Zutaten wie Schießereien, Saloon-Prügeleien, hinterhältige Figuren und all das vor einer hochwertigen Kulisse. Nicht nur die Westernstadt macht etwas her, sondern auch die prächtige Fotografie der Landschaftsaufnahmen durch Riccardo Pallottini. Besonders schön sind die atmosphärischen Nachtaufnahmen in einer Felsenlandschaft. Dazu serviert Bruno Nicolai einen passenden Score, der das dynamische Treiben untermalt. Richtig Leben kommt mit Glenn Saxon als Django, bzw. Garvin in die Bude. Saxon ist weit weniger zynisch drauf als manch ein anderer „Django“ seiner Zeit und kommt fast wie ein liebevoller Prolet daher. Dann ist da noch das charismatische Italowestern-Urgestein Fernando Sancho, der hier mal richtig nett sein darf. Ich liebe diesen Typen. Als Kontrast: Nando Gazzolo als fieser Bankier Ken Kluster. Die weibliche Unterstützung kommt von Erika Blank und Ida Galli. Und ganz kurz am Rande: die Herrschaften John Bartha, George Eastman und Riccardo Pizutti. Für passende Gesichter wurde also gesorgt.
DJANGO – NUR DER COLT WAR SEIN FREUND ist ein spannender, actionreicher Western, der fast alles bietet, was das staubige Herz erwartet.
(Bjoern Candidus)
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