DER CLAN, DER SEINE FEINDE LEBENDIG EINMAUERT
(CONFESSIONE DI UN COMMISSARIO DI POLIZIA AL PROCURATORE DELLA REPUBBLICA, Italien, 1971, Regie: Damiano Damiani)
Was Kommissar Bonavia seit Jahren nicht schafft, erhofft er sich nun von dem jungen Staatsanwalt Traini: den Mafiaboss Lommuno endlich zu überführen und hinter Gittern zu setzen. Doch das Netz aus Korruption, Machtmissbrauch und Mord bringen sein Weltbild ordentlich ins Wanken. Derweil verliert sich Bonavia immer mehr in seinen Hass gegen Lommuno.
Der linksorientierte und höchst versierte Damiano Damiani (TÖTE AMIGO, 1967) hat hier einen großartigen Poliziottesco abgeliefert, der deutlich aus seinem Genre hervorsticht. Mord, Erpressung, Korruption, Verstrickungen bis in die höchsten Ämter stehen auf der Tagesordnung, was den Film zeitlos macht. Damiani verzichtet weitestgehend auf Action und auf grobe Gewalt, die man von vielen seine Regie-Kollegen im gleichen Genre kennt. Er setzt vor allem auf die Story und seine Charaktere Franco Nero als Staatsanwalt Traini und Martin Balsam als Kommissar Bonavia. Das Spiel zwischen den beiden ist hervorragend. Dazu gesellt sich der stets fies wirkende Luciano Catenacci als Lommuno. Die Gehörgänge werden von einem Score von Riz Ortolani verwöhnt.
DER CLAN, DER SEINE FEINDE LEBENDIG EINMAUERT ist ein anspruchsvoller, glänzt inszenierter Polit-Polizeifilm, der durch seine Story und seine Darsteller überzeugt und mit einem starken Finale abschließt.
(Bjoern Candidus)
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