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Beyond the Door III, 1989 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

AMOK TRAIN – FAHRT INS NICHTS 
(IL TRENO, Italien, Jugoslawien, Niederlande, USA, 1989, Regie: Jeff Kwitny)

Eine Gruppe Studenten unternimmt eine Klassenfahrt nach Jugoslawien. Doch in der ländlichen Gegend geraten sie schnell in Probleme, die sie zwingen, einen Zug als Fluchtmittel zu nutzen. Doch die Mächte der Finsternis fahren mit, und sie haben einen Plan. 

Wenn der Name Ovidio G. Assonitis irgendwo auftaucht, ist meistens gute Unterhaltung garantiert. Als Produzent war er für Perlen, wie MONDO CANNIBALE (1972), THE VISITOR (1979) oder SONNY BOY (1989) verantwortlich, während er bei DER POLYP (1977) oder PARTY DES SCHRECKENS (1981) selbst die Regie übernahm. Bei AMOK TRAIN fungierte er als ausführender Produzent und überließ Jeff Kwitny die Regie, der vorher den Schnee-Slasher ICED (1989) drehte. 

Was in AMOK TRAIN bereits schnell ersichtlich wird ist die gute Kameraarbeit von Adolfo Bartoli, der sich vielen Perspektiven bedient, um die Inszenierung lebendig wirken zu lassen. Ob im Zug oder auf den nebeldurchzogenen Feldern, des ehemaligen Jugoslawiens, wo die Dreharbeiten stattgefunden haben, herrscht eine dicht Grusel-Atmosphäre. Immer wieder lässt Kwitny auch ein paar alte Leute zwischen den Bäumen auftauchen, die ohne großes Dazutun unheimlich wirken. Auch im Zug kommt es immer wieder zu teils verstörenden Momenten, die nicht selten mit einer kräftigen Portion Blut einhergehen. Die Gore-Effekte sind sehr gut gemacht und effektiv. Abstriche muss man bei den Darstellern machen. Der bekannteste ist hier Bo Svenson, den ich als Professor Andromolek mit Bart erst überhaupt nicht erkannt habe. Svenson ist wahrlich kein Liebling von mir, aber hier macht er eine ganz gute Figur. STAR TREK – TNG – Fans erleben hier ein Wiedersehen mit Mary Konert, die als Beverly Putnic die Hauptrolle übernimmt und von der gesamten Besetzung am überzeugendsten ist. Aber bei den ganzen mysteriösen und teils kruden Dingen, die passieren, sind die Darsteller ohnehin nebensächlich. Manches ist sehr wirr, und alles wirkt mehr wie ein Alptraum, was im italienischen Horrorkino natürlich auch nichts Ungewöhnliches ist. Relativ unspektakulär klingt der Score von Carlo Maria Cordio.

Jeff Kwitnys Okkult-Horror-Variante von RUNAWAY TRAIN (1985) erinnert auch ein bisschen an NIGHT TRAIN TO TERROR (1985) in dem Gott und Satan mit dem Zug fahren.

AMOK TRAIN ist ein größtenteils gut gemachter Horrorfilm mit ordentlichen Effekten und einer dichten Atmosphäre, die das seltene Jugoslawien zu einem unheimlichen Ort werden lässt. Abstriche sind klar bei den Darstellern zu machen, und die Story ist im Grunde auch nichts Neues.

(Bjoern Candidus)

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