AMEISEN – DIE RACHE DER SCHWARZEN KÖNIGIN
(IT HAPPENED AT LAKEWOOD MANOR, USA, 1977, Regie: Robert Scheerer)
Neben dem alten Lakewood Manor Hotel soll ein Casino entstehen, um die Umlaubsregion neu zu beleben. Doch während der Bauarbeiten kommt es zu zwei mysteriösen Todesfällen, die schließlich zu einem Bau giftiger Ameisen führt, die ihr Revier mit allen Mitteln verteidigen wollen.
Neben Spinnen und Bienen haben auch immer wieder Ameisen Auftritte in Monster- oder Tier-Horrorfilmen. Große Arten kann man in FORMICULA (1954) oder IN DER GEWALT VON RIESENAMEISEN (1977) bewundern, kleine in PHASE IV (1974) oder in AMEISEN – DIE RACHE DER SCHWARZEN KÖNIGIN (1977). Letzter ist leider nicht allzu gut geraten und leidet vor allem unter seiner langweiligen TV-Ästhetik und den unsympathischen Figuren, allen voran Robert Foxworth als Bauleiter Mike Carr. Alles wirkt etwas fad und langweilig. Der Schauplatz, ein altes Hotel am See, ist nett, doch sorgt Regisseur Robert Scheerer nicht dafür, eine spannende Atmosphäre um das Gebäude aufzubauen. Aber gut, um unheimliche Architektur soll es hier nicht gehen, sondern um Ameisen, um giftige Ameisen, die eine Gruppe Menschen tyrannisieren, die sich in einem Hotel aufhalten. Es ist letztlich die Größe, die die Ameisen zur Gefahr werden lassen. Die kleinen Insekten treten, wie im wahren Leben, auch hier in organisierten Massen auf und kommen geschwind überall hin, im schlimmsten Fall unbemerkt, um zu töten. Mit Gore sollte man natürlich nicht rechnen. Dafür gibt es ein paar wenige spannende Momente, die den Film immerhin noch ein bisschen über Wasser halten können.
AMEISEN – DIE RACHE DER SCHWARZEN KÖNIGIN leidet unter seinen Figuren und unter der öden TV-Atmosphäre, die die Inszenierung ausbremst.
(Bjoern Candidus)
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