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Satan’s Slave, 1976 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

SKLAVIN DES SATANS
(SATAN‘S SLAVE, GB, 1976, Regie: Norman J. Warren) 

Auf der Fahrt zu ihrem Onkel haben Catherine und ihre Eltern einen Autounfall. Ihre Eltern sterben. Catherine kommt bei ihrem Onkel Alexander und ihrem Cousin Stephen unter, die sie beide noch nicht richtig kennt. Sie findet Vertrauen bei ihrer Verwandtschaft. Doch ein düsteres Geheimnis lastet auf der Familie York. Catherine findet heraus, dass sie sich nicht zufällig im Schoße ihres Onkels und Cousins befindet. 

Norman J. Warren legt mit SKLAVIN DES SATANS seinen ersten Horrorfilm vor. Er springt auf der damals sehr angesagten Okkult-Horror-Welle auf und serviert sämtliche Klischees, die man erwarten darf. Warren hat ein Händchen für Pulp-Horror, den er hier adäquat in Szene setzt. Zudem ist der Drehbuch-Autor niemand geringeres als David McGillivray, der für Pete Walker z.b. an DAS HAUS DER PEITSCHEN (1974) und DAS HAUS DER TODSÜNDEN (1976) in die Tasten schlug. An Teufelshorror mangelte es dem britischen Horror-Kino nicht. Die Hammer-Studios servierten DIE BRAUT DES TEUFELS (1968) und DIE BRAUT DES SATANS (1976). Filme wie VIRGIN WITCH (1972), DER TEUFEL IN IHR (1975), DAS HAUS DES SATANS (1978) und HORRORBABY (1980) reihten sich ein, um den Teufel und sein höllisches Gesindel tanzen zu lassen. 

Sex, Gewalt und Schwarze Messen bestimmen das Geschehen in SKLAVIN DES SATANS, außerdem geht es teilweise äußerst sadistisch und blutrünstig zu. Ein Körper platzt auf, ein Auge wird eingestochen… Der Gore-Freund darf sich freuen, ebenso der Freund des Kutten-Horrors. Die herbstliche Kulisse des englischen Landstrichs, in dem Alexander York und sein Sohn Stephen in einem geräumigen Haus auf dem Land mit riesigem Park residieren, ist nichts Neues im britischen Kino, bereitet mir aber immer großes Vergnügen. Es ist eine eigene Welt, ob bei Hammer, Tigon oder Amicus. 

Auf den Freund des Okkulten wartet eine Ziegenkopfmaske, Rituale, nacktes Fleisch und Wahnsinn unter Kutten, untermalt von einem stimmigen Score von John Scott. Gut tut dem Film auch seine Besetzung. Michael Gough als Alexander York ist richtig fit und erweckt mit Schnauzer einen ganz neuen Eindruck. Auch Martin Potter (JUSTINE – GRAUSAME LEIDENSCHAFT, 1977) als Stephen York, ein sadistischer, egozentrischer, machtgeiler Dandy, ist bestens gewählt. Seine bösen Augen machen was her. Die weibliche Front wird von Candace Glendenning (TURM DER LEBENDEN LEICHEN, 1972) und Barbara Kellerman (MONSTER CLUB, 1981) bekleidet, die ebenfalls eine sehr gute Wahl sind. 

Auch wenn Warren mit SKLAVIN DES SATANS keine Innovationen oder Überraschungen bietet und die Story manchmal etwas auf der Stelle tritt, kann er mit seinem Mix aus vertrauten Zutaten genug Punkte sammeln, um zu unterhalten. 

(Bjoern Candidus)

←Faceless, 1988 – ★★★★
Doorman, 1986 – ★½→

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