PARATROOPER
(SCARECROWS, USA, 1988, Regie: William Wesley)
Vier Gangster haben 3 Millionen Dollar geklaut, die sie mit einem entführten Flugzeug transportieren. Doch einer der Gangster verliert die Lust am Teilen und springt mit dem Geld aus dem Flugzeug und landet mit dem Fallschirm vor der Grenze Mexikos. Es dauert nicht lange, bis die anderen die Verfolgung aufnehmen. Doch auf dem Landstrich laueren beseelte Vogelscheuchen, die Eindringlinge nicht dulden.
William Wesley (ROOT 666, 2001) hat mit PARATROOPER einen ansehnlichen Hybrid aus Horror- und Gangster-Actionfilm gezimmert, der vor allem durch seine düstere Atmosphäre, dem gelungenen Vogelscheuchen-Design und den teils sehr garstigen Gore-Szenen überzeugt. Die Finsternis der Inszenierung kommt vor allem dadurch zu Stande, weil die Story nur in einer Nacht spielt und der Schauplatz von Wäldern und Feldern dominiert wird. Sehr schön sind die Nachtsichtgerät-Aufnahmen. Dazu gibt es einen stimmigen, sehr nach 70er-Jahre klingenden Score, der ordentlich zur Spannung beiträgt.
Der actionreiche Anfang in einem Flugzeug wird auf dem Land fortgeführt. PARATROOPER ist wie eine Mischung aus PREDATOR (1987) und dem 22 Jahre später entstandenen DOG SOLDIERS, nur mit Vogelscheuchen. Abzüge gibt es auch hier bei den Figuren, die sich mit sämtlichen Klischees schmücken und allesamt unsympathisch sind. Die Darsteller machen zwar durchaus solide Arbeit, aber ihre Figuren nerven einfach irgendwann.
PARATROOPER ist ein anständiger 80er-Jahre-Horrorfilm, der von Anfang bis Ende gut aussieht, aber durch die simple Story und die ätzenden Figuren einen bitteren Beigeschmack bekommt.
(Bjoern Candidus)
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