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The New Barbarians, 1983 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

METROPOLIS 2000
(I NUOVI BARBARI, Italien, 1983, Regie: Enzo G. Castellari)

Man schreibt das Jahr 2019…Nachdem ein Atomkrieg die Welt in Schutt und Asche gelegt hat, kämpft eine kleine Anzahl Menschen ums Überleben. Gesetzlosigkeit herrscht, und in der Ödnis der Wüste im Nirgendwo entbrennt ein Kampf zwischen den Templars, moderne Templer auf futuristischen Vehikel und einer Gruppe Menschen, die die Hoffnung auf eine Zukunft noch nicht aufgegeben hat.

Wie Joe D‘amato, Sergio Martino und Giuliano Carnimeo sollte es auch Enzo G. Castellari in die Steinbrüche und Wüsten verschlagen, um auf der großen durch MAD MAX 2 (1981) ausgelösten Endzeit-Welle mitzuschwimmen. 

Doch im Gegensatz zu MAD MAX 2 sind die Antagonisten in METROPOLIS 2000 nicht in schwarzem Leder gekleidet, sondern erstrahlen in weißen Rüstungen mit besonders betonten Schulterpolstern. Aber nicht nur Schulterpolster der exzentrischsten Art sind hier zu bewundern, sondern auch Frisuren des Schreckens. Die weißen Strähnen im schwarzen Haar von George Eastman als One sind ja noch annehmbar, aber die Mähne, die man Ennio Girolami als Shadow aufgepappt hat, trotzt jeder Beschreibung. Castellari streut aber auch futuristische Autos und Geräte mit bunten Knöpfen in die „Story“, was im gleichen Jahr ein paar Monate später auch in Giuliano Carnimeos Endzeitfilm THE EXECUTOR – DER VOLLSTRECKER der Fall war. Auch dort findet man eine Welt nach einem Atomkrieg vor, in der sich, wie hier, unterschiedliche Parteien das Leben aushauchen. 

Eastman und Girolami stehen als One und Shadow mit ihren Schergen auf der Seite der Bösen, die alle töten wollen, die die Atombomben nicht getötet haben. Der Mensch hat das Leben auf Erden nicht verdient, so ihr Gedanke. Und so fahren sie mordend durchs Land. Auf der Seite der Guten befinden sich Giancarlo Prete als Scorpion, Fred Williamson als Nadir, Anna Kanakis als Alma, Venantino Venantini als Pater Moses und der kleine Giovanni Frezza. Da darf sich der Italofilm-Freund also nicht beschweren.

Castellari mag Action, und METROPOLIS 2000 liefert viel davon. Verfolgungsjagden, Stunts und Explosionen sind einem zwar gewiss, wurden aber teilweise sehr holprig und viel zu statisch inszeniert. Sonderbar sind auch die Pistolen, die zwar den Sound von Laserwaffen machen, aber beim Einsatz Funken sprühen, statt Laserstrahlen abzugeben. Doch durch das futuristische Design der Fahrzeuge und den bizarren Kostümen, die hier auf allen Seiten getragen werden, kann Castellari von den inszenatorischen Missständen immer wieder ablenken. Für den Score zeigte sich Claudio Simonetti verantwortlich. 

METROPOLIS 2000 ist ein wilder Endzeit-Spaß mit viel Action, einer schrägen Ausstattung und bekloppten Figuren, die sich durch eine kaum vorhandene Story kämpfen. 

(Bjoern Candidus)

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