THE DEAD 2
(THE DEAD 2: INDIA, GB, 2013, Howard J. Ford, Jonathan Ford)
Die Zombie-Seuche, die sich über Afrika ausgebreitet hat, findet mittels eines Frachtschiffs den Weg nach Indien. Dort ist der amerikanische Ingenieur Nicholas Burton beschäftigt, der plötzlich einen Notruf von seiner schwangeren Freundin Ishani Sharma aus der Stadt Mumbai empfängt. Trotz dem Widerwillen des Vaters von Ishani macht sich Nicholas auf, um seine Freundin aus einer Stadt voller Zombies zu retten.
Wie schon beim Vorgänger haben die Frod Brüder auch hier wieder ein untypisches Land für einen Zombiefilm gewählt. Ging die Reise im 1. Teil nach Afrika, führt sie jetzt nach Indien. Die Stärken des Vorgängers, werden im Grunde wiederholt. Indien ist ein sehr frischer Schauplatz, und die Kultur die angeschnitten wird, ist eine Seltenheit im Horror-Genre. Die hitzigen Aufnahmen von Steppen, Feldern, Wüsten und Felsen sind gut eingefangen, dennoch erschien mir im Vorgänger alles etwas natürlicher. Die Zombies sind weiterhin klassisch gehalten, langsam und erinnern optisch an Romero, aber auch an diverse Italo-Zombies. Die Gore-Effekte verzichten weitestgehend auf den Einsatz von CGI, dennoch könnte der ein oder andere Spritzer Blut am Rechner entstanden sein.
THE DEAD 2 legt deutlich mehr an Tempo zu. Die Kamera wackelt in den Action-Szenen zu sehr. Außerdem tauchen hier von Anfang an deutlich mehr Menschen und Zombies auf, was den Film zwar auflockert, aber auch hektisch macht. Das Hauptproblem von THE DEAD 2 ist nicht das kopieren der Stärken des Vorgängers, sondern das Versagen der Figuren, bzw. der Geschichte. Konnten Rob Freeman und Prince David Oseiq in THE DEAD noch eine gewisse Sympathie aufbringen, bleibt Joseph Millson als Nicholas Burton langweilig und ausdruckslos, obwohl er insgesamt mehr Aktion liefert. Mitreißen konnte mich leider hier gar keine Figur.
THE DEAD 2 ist deutlich actionbetonter als sein Vorgänger, doch besser wird er dadurch leider nicht.
(Bjoern Candidus)
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