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R-Point, 2004 – ★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

R-POINT
(ALPOINTEU, Südkorea, 2004, Regie: Kong Soo-chang)

Vietnam, 1972. Ein koreanischer Soldatentrupp wird auf eine Insel gesandt, auf der eine Einheit Soldaten verschwunden ist. Das letzte Lebenszeichen war ein Funkspruch vom R-Point, einem strategisch wichtigen Punkt der Insel. Der einzige Überlebende berichtet davon, dass sein ganzer Trupp grausam getötet wurde. Doch von den Leichen fehlt jede Spur. Als der Trupp unter der Leitung von Lieutenant Choi dort ankommt, gerät er erst mal unter feindlichen Beschuss, bevor er einem Trupp von US-Soldaten begegnet, dessen Lieutenant ihnen erzählt, das niemand am R-Point überlebt. 

Die Prämisse von Kong Soo-changs R-POINT klingt erst mal interessant und erinnert ein wenig am PICKNICK AM VALENTINSTAG (1975), nur eben mit Soldaten. So subtil wie Weirs Film ist Soo-changs Horrorfilm jedoch nicht. Es dauert allerdings lange, bis etwas Übersinnliches passiert, um dem Genre gerecht zu werden. Löblich ist erst mal die Kombination Kriegsfilm und Horrorfilm. Ein paar Jahr vorher entstanden Filme wie THE BUNKER (2001) und DEATHWATCH (2002), die ebenfalls den Horrorfilm mit dem Kriegsfilm kombinierten. Wenn der koreanische Soldatentrupp die vietnamesische Insel betritt, dauert es nicht lange, bis sich der Krieg zeigt, wenn eine vietnamesische Frau das Feuer eröffnet. Nachdem die Frau schließlich schwer verletzt wird, bekommen die Soldaten den Befehl, sie zu erlösen, doch niemand bringt es fertig, die Frau zu erschießen. Und so lassen sie sie sterbend zurück. Nach dieser sehr harten Szene läuft der Trupp erst mal lange Zeit durch den Dschungel oder über Felder. Die Naturkulisse (gedreht wurde im Preah Monivong National Park in Kambodscha) bringt ein starke, geisterhafte Atmosphäre mit, wenn z.B. der Nebel über die Felder zieht oder man sich zwischen den Ruinen alter Tempel befindet. Sehr gelungen ist auch das verrottete Krankenhaus, in das sich der Trupp einnistet. 

Lange Zeit fragt man sich, was hier eigentlich passiert, und Antworten kommen kaum bis gar nicht. Stattdessen wurde ich immer mehr verwirrt. Hin und wieder rüttelt einen Soo-chang auf, lässt jemanden mittels Sprengfalle hochgehen, während sich ein anderer erhängt. Aber letztlich ist man immer so schlau wie die Soldaten, was grundsätzlich nicht schlecht ist, aber hier einfach nicht besonders gut funktioniert. Die ganze Inszenierung ist einfach viel zu lang und sperrig, und irgendwann setzt eine regelrechte Ödnis ein, die zumindest vom einem gelungenen Finale beendet wird.

Löblich ist die Besetzung und die Figuren, die sie verkörpern. Nicht, dass die Charaktere besonders tiefgreifend wären, aber sie verhalten sich um Welten angenehmer als ähnlich gelagerte Kandidaten im US-Kino. Hier ist keiner super cool, hier ist keiner super böse, aber abgefuckt sind sie alle.

R-POINT verspricht, mehr als er halten kann. Die unheimliche Atmosphäre und die wenigen Horror-Szenen können die lange Strecke der Trostlosigkeit nicht ausgleichen. 

(Bjoern Candidus)

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Dumplings, 2004 – ★★★½→

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