DIE TÖDLICHEN BIENEN
(THE DEADLY BEES, GB, 1967, Regie: Freddie Francis)
Auf einer englischen Insel kommt es zu Angriffen von hochgiftigen Bienen, deren Stiche tödlich enden. Zur gleichen Zeit macht die Sängerin Vicky Robbins einen Erholungsurlaub Seagull Island, der anders verläuft als erwartet.
Als Antwort auf Hitchcocks Tierhorrorfilm-Erfolg DIE VÖGEL (1963) entstand unter der Regie- und Kameramann-Legende Freddie Francis DIE TÖDLICHEN BIENEN für die britisch britische Produktionsschmiede Amicus. Das Drehbuch stammt von Robert Bloch, während die Story „A Taste of Honey“ auf H.F. Heard zurückgeht.
Während Francis als Regisseur fungierte, stand John Wilcox hinter der Kamera, der DIE TÖDLICHEN BIENEN sehr schön fotografiert hat. Das Insel-Setting mit den pittoresken Häusern und die heimelige Wald- und Wiesen-Kulisse sorgt für die typisch britische Wohlfühl-Atmosphäre. Sehr gelungen sind auch die Bienen, bzw. ihre Attacken, die mit echten und gemalten einkopierten Bienen gemischt wurden. Faszinierend sind vor allem die Szenen, wenn echte Bienen in (menschliche?) Haut stechen.
Statt Stars wie Peter Cushing oder Christopher Lee zu bekommen, backt man mit Suzanna Leight, Frank Finlay und Guy Doleman sehr viel kleine Brötchen, dennoch macht die Besetzung durchweg Spaß und sorgt für etwas Schrulligkeit im Rahmen der durchaus interessanten Geschichte, die sich gegen ungeahnt Ende entwickelt. Schön ist der Auftritt von Michael Ripper, den sich die Amicus-Productions kurz bei den Hammer-Studios geliehen haben.
Im großen Ganzen ist DIE TÖDLICHEN BIENEN ein charmanter Beitrag der Pre-Tierhorrorfilm-Welle, bei dem Francis aber leider etwas die Spannung vergessen und bis auf die Bienen keine sonstigen Schauwerte hinterlassen hat.
(Bjoern Candidus)
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