LEPRECHAUN 3 – TÖDLICHES SPIEL IN VEGAS
(LEPRECHAUN 3, USA, 1995, Regie: Brian Trenchard-Smith)
Der goldgierige Kobold ist zurück und taucht diesmal als Statue bei einem Pfandleiher auf, der den Bann von ihm nimmt, als er das Amulett, was um seinen Hals hängt, entfernt. Der Pfandleiher bereut sein Handeln alsbald, und der Leprechaun verliert im Eifer des Gefechts eine seiner Goldmünzen, die in die Hände des Studenten Scott gerät, der damit eine große Gefahr auf sich nimmt, denn der Kobold will sie mit aller Macht zurück.
Zum dritten Mal darf der goldgierige Kobold aus Irland sein Unwesen treiben, diesmal unter der Regie von Brian Trenchard-Smith (DER MANN VON HONGKONG, 1975).
Bedenkt man den sehr mäßigen Auftakt mit LEPRECHAUN (1992), der unter der Regie von Mark Jones entstanden ist, der auch der Vater der Figur ist, die aus der irischen Folklore entstammt und der nicht wesentlich besseren Fortsetzung LEPRECHAUN 2 (1994), kann dieser dritte Teil etwas mehr überzeugen.
Der deutsche Titel verrät direkt, wohin es diesmal geht: nach Las Vegas. Hier bekommt es Tammy, die Assistentin eines Zauberers und Scott, ein Trottel, der ihr über den läuft, mit dem Leprechaun zu tun, der seine Goldmünze zurückhaben will, die im Film in unterschiedliche Hände gerät. Jeder darf sich einen Wunsch erfüllen lassen, der ihm natürlich zum Verhängnis wird. Es gib ein paar skurrile Einfälle, wie eine Robotersexpuppe, die außer Kontrolle gerät und eine Brust-, Po- und Lippen-Vergrößerung die zum Platzen des Körpers einer Frau (Caroline Williams) führt. Ansonsten darf der Leprechaun, der erneut von Warwick Davis verkörpert wird, mal ein Auge ausstechen oder Körperteile abbeißen, wenn er sich nicht gerade durch die Inszenierung reimt. Wie in den Vorgängern sieht man Davis den Spaß an, und sein Make-up sieht erneut super aus. John Gatis (Scott) und Lee Armstrong (Tammy) geben ein nettes Gespann ab. Die anderen Darsteller verkörpern schrullige, sehr überzeichnete Figuren, die allerdings bestens zum restlichen Ton des Films passen, denn erstzunehmend ist das Ganze natürlich nicht.
Wer spannende Horror-Unterhaltung sucht, wird auch mit dem dritten Teil keine finden, dennoch hat Brian Trenchard-Smith mit LEPRECHAUN 3 – TÖDLICHES SPIEL IN VEGAS den stärksten Beitrag des Franchise abgeliefert.
(Bjoern Candidus)
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