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Village of the Damned, 1960 – ★★★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

DAS DORF DER VERDAMMTEN
(VILLAGE OF THE DAMNED, GB, 1960, Regie: Wolf Rilla)

Plötzlich verlieren in unterschiedlichen Gegenden auf der Erde Menschen ihr Bewusstsein. Als der Spuk vorbei ist, erinnert sich niemand daran, was passiert ist. Einen Monat später wird einigen Frauen bewusst, dass sie schwanger sind. Der errechnete Zeitpunkt der Befruchtung geht auf den Tag der Ohnmacht zurück. Schon nach fünf Monaten kommen die Kinder zur Welt, die alle aussehen, als seien sie Geschwister. 

Wolf Rilla hat mit DAS DORF DER VERDAMMTEN einen der unheimlichsten und kontroversesten Science-Fiction-Filme der 60er-Jahre gedreht. Der Kalte Krieg liegt in der Luft, und wie Don Siegels in DIE DÄMONISCHEN (1956), setzt auch Rilla auf Paranoia, aber auf subtilere Weise. Hier wird eine ganz andere Art der Bedrohung heraufbeschwört. 

DAS DORF DER VERDAMMTEN basiert auf dem Roman „The Midwich Cuckoos“ (1957) von John Wyndham, der die Unschuldigsten zu Monster werden lässt: Kinder.
Und so beschreitet Rilla nicht nur die Science-Fiction, sondern legt einen Grundstein für böse Kinder im Kino.
Die wassterstoffblonden Kinder, die einem hier begegnen und offensichtlich alle vom gleichen Erzeuger stammen, sind absolut unangenehm bis furchterregend. Obwohl es sich auf dem ersten Blick um normale, menschliche Kinder handelt, verraten die kalten Blicke etwas anderes. Spätestens dann, wenn ihre Augen anfangen zu leuchten und ihr Blick erstarrt, weiß man, dass in diesen Kindern nichts Menschliches steckt. Untereinander können sie sich telepathisch verständigen und Menschen Befehle suggerieren, und das nur mit Blicken. Die, die ihnen nicht passen, werden einfach in den Selbstmord getrieben, was direkt das nächste kontroverse Thema aufmacht, schließlich bewegt man sich Anfang der 60-Jahre. 

DAS DORF DER VERDAMMTEN ist in vielerlei Hinsicht ein unangenehmer, harter Film. Wissenschaftler, Ärzte, Pädagogen und Militär beraten sich, und man erfährt, wie man in anderen Ländern mit den Kindern umgegangen ist. Die Sowjets haben am Ende sogar eine Atombombe auf den Landstrich geworfen, auf dem die Kinder geboren wurden. In anderen Ländern starben die Kinder nach der Geburt oder wurden getötet. In Midwich will Prof. Gordon Zellaby unbedingt den Weg der Wissenschaft gehen, sehr zum Missfallen des Militärs, was mit seiner Befürchtung richtig liegt. 

Rilla liefert nicht nur eine packende Geschichte, die mit Barbara Shelley, George Sanders und Martin Stephens auch noch glänzend besetzt wurde, sondern überzeugt auch visuell. DAS DORF DER VERDAMMTEN besticht durch eine realistische Atmosphäre. Der englische Landstrich von Midwich verbreitet ohne großes Dazutun eine unheimliche Aura, vor allem in den Momenten, wo überall verteilt ohnmächtige Menschen herumliegen. Eine leichte Vorahnung von DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN (1968) zeichnet sich ab. 

DAS DORF DER VERDAMMTEN gehört zu den stärksten Vertretern des britischen Science-Fiction- und Horror-Kinos. Rilla greift kontroverse Themen auf und verpackt sie auf geschickte Art, um einen von Anfang bis Ende in den Bann zu ziehen. 

(Bjoern Candidus)

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Children of the Damned, 1964 – ★★★★→

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