DIE KINDER DER VERDAMMTEN
(CHILDREN OF THE DAMNED, GB, 1964, Regie: Anton M. Leader)
Anton M. Leaders einziger Langfilm, DIE KINDER DER VERDAMMTEN ist weniger Fortsetzung als Variation von DAS DORF DER VERDAMMTEN (1960), auf dessen Inhalt man hier auch gar nicht eingeht.
Das ländliche Setting weicht dem von London, wo sich fünf außergewöhnliche Kinder von unterschiedlichen Müttern den größten Teil des Films in einer verlassenen Kirche aufhalten. Wie auch in DAS DORF DER VERDAMMTEN gibt es viele Diskussionen zwischen Psychologen, Ärzten, Wissenschaftlern, Politikern und Militär, die ihre unterschiedlichen Meinungen und Ansichten offenlegen. Stellen diese Kinder eine globale Gefahr dar? Wer ist der Erzeuger dieser Kinder? Welchen Plan haben die Kinder? Sind es überhaupt Kinder?
Die Kinder selbst sind diesmal nicht blond und weisen auch keine anderen optischen Ähnlichkeiten auf, abgesehen von ihren starren Augen, wenn sie in Aktion treten. Sie halten sich in der Gruppe auf und kommunizieren untereinander nur telepathisch, während sie Menschen benutzten, um mit anderen Menschen zu sprechen. Dass sie auch in der Lage sind, Menschen dahingehend zu manipulieren, um sich z.B. in den Tod zu stürzen oder andere zu töten, macht sie schließlich zu einer unkontrollierbaren Gefahr, der man nur mit Vernichtung begegnen kann. Psychologe Tom Lewellin (überzeugend dargestellt von Ian Hendry) sieht das anders und möchte zwischen den Kindern und der Regierung vermitteln.
Auch wenn DAS DORF DER VERDAMMTEN insgesamt packender inszeniert wurde und natürlich als Vorgänger automatisch innovativer ist, haben auch DIE KINDER DER VERDAMMTEN einiges zu bieten. Es gibt durchaus spannende Momente, und besonders die ein oder andere Härte ist für 1964 außergewöhnlich. Auch die Fotografie von Davis Boulton sorgt für düstere Bilder, die den Inhalt passend unterstreichen.
DIE KINDER DER VERDAMMTEN ist ein gelungener Horror-Science-Fiction-Film mit guten Darstellern, einer dichten Atmosphäre und einem harten Finale.
(Bjoern Candidus)
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