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The Demoniacs, 1974 – ★★★½

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DIENERINNEN DES SATANS
(LES DÉMONIAQUES, Frankreich, Belgien, 1973, Regie: Jean Rollin)

Eine vierköpfige Piratenbande fällt am Strand über zwei junge Frauen her. Sie schlagen, vergewaltigen und töten sie schließlich. Zumindest dachten das ihre Peiniger. Als der Kapitän und Kopf der Bande volltrunken in der Dorfschänke sitzt, erscheinen ihm die beiden Frauen. Er glaubt, den Verstand zu verlieren. Doch die Erscheinungen sind mehr als real. Mit Hilfe eines Dämons, in Gestalt eines jungen Mannes, der in einer alten Ruine gefangen ist, wollen die Mädchen Rache nehmen. 

Jean Rollin drückt in diesem Piraten-Rache-Geister-Horrorfilm mächtig auf die Tube und liefert bereits in den ersten Minuten eine garstige Szene, in der die Piratenbande die beiden Frauen aufs Übelste misshandeln und schließlich töten. Doch diese Tat bleibt nicht ohne Folgen, und es dauert nicht lange, bis sich der Piratenkapitän von Erscheinungen der beiden geschändeten Mädchen verfolgt fühlt. Neben der malerischen (belgischen) Küste und den düsteren Ruinen von Abbey de Villers, entführt einen Rollin auch in eine Dorfschenke mit monströsen Pappmaché-Kunstwerken an den Wänden, wo die drei Piraten mit ihrer lüsternen Lady nach ihrem Verbrechen einkehren. Über allem schwebt etwas Gespenstisches, und wenn die Mädchen die alten Ruinen betreten, wo ihnen ein weiblicher Clown begegnet, der sie zu einem sinistreren Mann führt, der ihnen ein finsteres Geheimnis verrät, verschieben sich auf phantastische Weise die Welten, wie man es bei Rollin kennt. Die Grenzen von Gut und Böse verschieben sich, verschwimmen oder lösen sich auf. Trotz des surrealen Treibens liefert Rollin auch Erklärungen, die seine Geschichten jedoch nie entmystifizieren. 

Leider besitzt DIENERINNEN DES SATANS auch ein paar Längen, die sich vor allem in Sex-Szenen zeigen, die er nicht gebraucht hätte, aber wo Rollin ist, ist auch nacktes Fleisch. Ein ganz anderes Kaliber ist das Finale, im dem, wie bereits zu Beginn, Sex mit Gewalt kombiniert wird und man Zeuge einer minutenlangen Doppelvergewaltigung auf dem Meer wird. Schön, dennoch etwas schwer und sperrig ist der Score von Pierre Raph, der die atmosphärischen Bilder umhüllt. 

DIENERINNEN DES SATANS ist ein dichter Rape-and-Revenge-Piraten-Horrorfilm, der sich sowohl mit sadistischen und dreckigen Momenten als auch mit purer Schönheit schmückt. 

(Bjoern Candidus)

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The Night of the Hunted, 1980 – ★★★→

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