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The Name of the Game Is Kill, 1968 – ★★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DAS RASTHAUS DER TEUFLISCHEN SCHWESTERN
(THE NAME OF THE GAME IS KILL, USA, 1968, Regie: Gunnar Hellström)

Der Ungar Symcha Lipa trampt durch die Wüste von Arizona. Auf dieser Tour lernt er die schöne Mickey kennen, die ihn mitnimmt zum Haus ihrer Mutter und Schwestern. Symcha wird schnell klar, dass die Damen alle etwas sonderbar sind. Als Mickey ihm anbietet, über Nacht bleiben zu können, glaubt Symcha, dass sie auch das Bett mit ihm teilen möchte. Doch Mickey lehnt seine Annäherungen ab. Am anderen Tag eskaliert die Situation.

Mit PSYCHO und PEEPING TOM starteten die 60er-Jahre mit zwei Film-Psychopathen, die Kinogeschichte schrieben. Es folgten zahlreiche Damen und Herren mit psychischen Störungen, die das Thriller-Kino veränderten und das Publikum mit ihren seelischen Abgründen irritierten. In DAS RASTHAUS DER TEUFLISCHEN SCHWESTERN bekommt man es gleich mit mehreren Frauen zu tun, die offensichtlich ein seelisches Problem haben. 

Wie der Protagonist Symcha ein Ungar ist, der sich die USA anguckt, ist Regisseur Gunnar Hellström von Schweden in die USA gegangen, um dort u.a. DAS RASTHAUS DER TEUFLISCHEN SCHWESTERN zu drehen, der bereits in der Titel-Sequenz mit aufgehängten Puppenköpfen eine unangenehme Atmosphäre versprüht. Diese ändert sich schnell, wird aber auch nicht positiver, wenn man Symcha Lipa am Straßenrad in der kargen, von der Sonne durchzogenen Landschaft von Arizona stehen sieht. Die Tankstelle der Familie Terry, bei der Symcha unterkommt, erinnert an TEXAS CHAINSAW MASSACRE, der erst sechs Jahre später das Licht der Welt erblicken sollte. Nicht, dass die Terrys so bekloppt sind wie die Sawyers, aber es gibt gewisse Ähnlichkeiten, nur, dass die Geschlechterverteilung eine andere ist.

Sieht man von dem recht steifen Jack Lord als Symcha ab, ist die Besetzung in DAS RASTHAUS DER TEUFLISCHEN SCHWESTERN sehr gut. Susan Strasberg darf als Mickey überzeugen, während Collin Wilcox Paxton und Tisha Sterling ihre Schwestern Diz und Nan verkörpern. T.C. Jones ist Mrs. Terry, der von Anfang an etwas Sonderbares anhaftet. In dieses Geflecht aus Frauen gerät Symcha, der schnell nicht mehr weiß, wo ihm der Kopf steht, da auf der Familie ein Geheimnis lastet, was sich immer mehr in sein Leben spielt.

DAS RASTHAUS DER TEUFLISCHEN SCHWESTERN ist ein ruhiger, dicht inszenierter Psycho-Thriller mit einer durchaus interessanten Geschichte und einem gelungenen Twist am Ende. Es gibt zwischendurch ein paar Längen, aber die fähigen Darsteller gleichen diese jederzeit aus. Eine schöne Wiederentdeckung. 

(Bjoern Candidus)

←The Return of Swamp Thing, 1989 – ★★½
Beyond Darkness, 1990 – ★★★→

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