SNAKE EATER
(Kanada, USA, 1989, Regie: George Erschbamer)
Mit über 110 Auftritten in Kino- und Fernsehproduktionen hat Lorenzo Lamas eine beachtliche Filmografie. Angefangen bei GREASE (1978) folgte eine langjährige Rolle in der Serie FALCON CREST. Mit SNAKE EATER beschritt er schließlich die Welt des Actionkinos, was zu damaliger Zeit von Stallone, Schwarzenegger und Norris dominiert wurde. Die Qualität dieser Herren erreicht Lorenzo Lamas wahrlich nicht, was natürlich auch an den Produktionen liegt, die weitaus größer sind als ein SNAKE EATER.
In George Erschbamers Backwood-Actionfilm schlüpft Lamas in die Rolle eines Elitekämpfers, der auf den Namen „Soldier“ hört und mittlerweile als Undercover-Cop arbeitet, um z.B. Drogenhändler hochgehen zu lassen. Als er erfährt, dass seine Eltern und seine Schwester einen Unfall mit ihrem Boot hatten, macht er sich auf, um seiner Familie zu helfen. Während seine Eltern von Hinterwäldler getötet wurden, halten sie seine Schwester gefangen. Aber die Hinterwäldler haben die Rechnungen ohne ihren Bruder gemacht.
Das klingt erst mal recht unterhaltsam, wenn auch nicht gerade innovativ, und leider ist das Ergebnis mehr schlecht als recht. Das liegt vor allem an den vielen dümmlichen Darstellern, die Rocker, Trucker und Hinterwäldler verkörpern, die komplett talentfrei sind. Leider wirkt auch Lorenzo Lamas wenig talentiert und besitzt so viel Charme wie ein Glas Wasser. Hätte man SNAKE EATER wenigstens ernsthaft durchgezogen, hätte Erschbamer vielleicht noch ein bisschen Glaubwürdigkeit aufbringen können, aber die Dialoge und das hirnlose Verhalten der Figuren, raubt der Inszenierung bereits von Beginn an die Ernsthaftigkeit.
Es gibt durchaus ein paar nette Ideen, wie eine Nagelbodenfalle oder die Zweckentfremdung von Schlafsäcken als hängendes Gefängnis. Die Umfunktionierung eines Motorrads in ein Motorradboot, gehört allerdings ehr in die Kategorie Albern, vor allem, wenn Lamas auf ihm sitzt.
Wer sich an stümperhaften B-Actionfilmen ohne nennenswerte Qualität erfreuen kann, dem wird SNAKE EATER sicherlich gefallen, denn unter dem Strich, fällt noch genug Unterhaltung ab, die den Film erträglich macht.
(Bjoern Candidus)
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