DAS RÄTSEL DER UNHEIMLICHEN MASKE
(THE PHANTOM OF THE OPERA, GB, 1962, Regie: Terence Fisher)
Bei der Premiere des neuen Bühnenstücks, „Jeanne D’Arc“, von Lord Ambrose D’Arcy kommt es zu unangenehmen Zwischenfällen, die sich alsbald häufen. Ein Phantom schleicht durchs alte Gemäuer der Londoner Oper, und es hat seine Augen auf Christine Charles gerichtet, die die neue Sängerin werden soll, da die alte gefeuert wurde.
Bisher konnte ich nie das Interesse finden, „Das Phantom der Oper“ (1912) von Gaston Leroux zu lesen, und bis auf zwei moderne Versionen (DAS PHANTOM IM PARADIES, 1974 und OPERA, 1987) konnten mich auch die filmischen Aufarbeitungen wenig begeistern.
Regie führte bei dieser Hammer-Produktion mal wieder Terence Fisher (DRACULA, 1958), der mit DAS RÄTSEL DER UNHEIMLICHEN MASKE, zumindest visuell, einen schönen Film gezaubert hat. Die aufwendigen Kulissen und die Requisiten sind höchst eindrucksvoll und verbreiteten viel Charme. Dies gilt ebenso für die Fotografie von Arthur Grant, die jederzeit einen guten Eindruck hinterlässt. Das trifft auch auf die Schauspieler zu, doch die Figuren, die sie verkörpern, sind, wie die Story selbst, nur wenig interessant. Vor allem haben mich die zahlreichen Gesangseinlagen genervt, die das Thema nunmal mit sich bringen. Dennoch darf man sich zumindest auf Michael Gough als Lord Ambrose D’Arcy und Herbert Lom als das Phantom freuen.
Stilistisch passt DAS RÄTSEL DER UNHEIMLICHEN MASKE perfekt in das Œuvre von Hammer, und handwerklich ist Fisher nichts vorzuwerfen. Inhaltlich konnte mich der Film dennoch nicht abholen.
(Bjoern Candidus)
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