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Shatter, 1974 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

TI LUNG – DER TÖDLICHE SCHATTEN DES MR. SHATTER
(SHATTER, GB, HK, 1974, Regie: Michael Carreras, Monte Hellman)

Nachdem er seinen Auftrag, die Ermordung eines afrikanischen Diktators und die Entwendung wichtiger Unterlagen, erledigt hat, kehrt der Auftragskiller Shatter zurück nach Hongkong, um sein Honorar bei seinem Auftraggeber abzuholen. Doch der einflussreiche Kopf eines Syndikats weigert sich, das Geld zu zahlen und setzt stattdessen Killer auf Shatter an, der Unterstützung von einem Kung-Fu-Meister bekommt.

Nachdem Monte Hellman während der Dreharbeiten gefeuert wurde, sprang der Studioboss Michael Carreras persönlich ein und brachte TI LUNG – DER TÖDLICHE SCHATTEN DES MR. SHATTER zu Ende, der direkt im Anschluss von DIE 7 GOLDENEN VAMPIRE gedreht wurde und ebenfalls eine Co-Produktion zwischen den Hammer-Studios und den Shaw Brothers ist. Inhaltlich gehen die beiden Filme aber komplett auseinander, denn hierbei handelt es sich um einen waschechten Action-Thriller, der das damals angesagte fernöstliche Kino kombiniert.

Der Film legt direkt zu Beginn ein ordentliches Tempo an den Tag, was er bis zum Ende gut durchhält. Es kommt zwar zu vielen Dialogen, aber diese werden immer wieder durch die nächste Action-Szene abgelöst. Die Inszenierung liefert Verfolgungen in engen, aber belebten Gassen von Hongkong und fernöstliche Kampfkünste unterschiedlichster Stile, gegen die sich Mr. Shatter aus England vor allem mit seinen Fäusten zu Wehr setzt, wenn er nicht gerade ein Attentat mit einer Kamera mit eingebauter Schießfunktion verübt. Auffällig ist die Blutrünstigkeit, mit der man hier vorgeht. Man bekommt ein paar für Hammer untypischen Kopfschüssen mit ordentlich Blutvergießen zu sehen. 

TI LUNG – DER TÖDLICHE SCHATTEN DES MR. SHATTER ist rasant inszeniert, wurde sehr schön fotografiert und farblich toll arrangiert, doch es gibt auch einen großen Minuspunkt, und den fährt Stuart Whitman als Shatter ein. In seinem Anzug hätte ich ihm die Rolle eines erfolglosen Vertreters, der abends sein Heil in einer Kneipe sucht, durchaus vorstellen können, aber als Auftragskiller ist er eher fehlbesetzt. Mehr Power und Überzeugung bringt Lung Ti als Tai Pah mit rein, der seinen attraktiven Körper als Waffe einsetzt. Nebenbei lässt sich auch Dauergriesgram Anton Diffring sehen, und für Peter Cushing endet hier seine lange Karriere bei Hammer. 

TI LUNG – DER TÖDLICHE SCHATTEN DES MR. SHATTER bietet inhaltlich wahrlich nichts Neues und sein Hauptdarsteller ist die Ödnis in Person, aber der ganze Rest, samt dem coolen Score von David Lindup ist kurzweilig und ansehnlich inszeniert. 

(Bjoern Candidus)

←Return of the Living Dead Part II, 1988 – ★★½
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