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Frankenstein’s Bloody Terror, 1968 – ★★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DIE VAMPIRE DES DR. DRACULA
(LA MARCA DEL HOMBRE LOBO, Spanien, Deutschland, 1968, Regie: Paul Naschy)

Ein Grabräuberpaar stößt auf das Grab des berüchtigten Werwolfs Wolfstein. Sie entfernen den silbernen Dolch aus seiner Brust und erwecken damit das Monster zum Leben. Im Dorf glaubt man, die beiden seien Wölfen zum Opfer gefallen, und man ruft zu einer Wolfsjagd auf. Bei dieser wird der adelige Graf Waldemar Daninsky von dem Werwolf gebissen. Fortan haftet an Waldemar der Fluch, den er mit aller Kraft versucht, zu verbergen und Unschuldige zu schützen. Unterstützung bekommt er von Rudolph und Nascha, die sich Hilfe von einem Doktor erhoffen, der sich allerdings als Vampir herausstellt, der mit seiner Vampirgräfin in das kleine Dorf anreist. Es kommt zu einem Kampf zwischen Werwolf und Vampiren, in dem Daninsky alles daran setzt, den Fluch zu beenden.

In DIE VAMPIRE DES DR. DRACULA schlüpft Paul Naschy zum ersten Mal in die Rolle des Werwolfs Waldemar Daninsky, eine Rolle, die ihn nie mehr loslassen sollte. Naschy zeichnete sich hier auch für das Drehbuch verantwortlich, was er bereits Jahre vorher geschrieben hatte, damals noch in der naiven Hoffnung, Lon Chaney Jr. für die Rolle gewinnen zu können.  

Früh lässt sich erkennen, was Paul Naschy am Genre liebt, insbesondere Werwölfe und Vampire. Die Geschichte wirkt zwar stellenweise etwas krude, entfaltet aber gerade dadurch ihren eigenen Reiz. Kulissen wie Kerker, Herrenhäuser und Gewölbe mit viel Kerzenlicht schaffen eine dichte Gothic-Horror-Atmosphäre, die mit den Geräuschen von Regen, Donner und Sturm untermalt wird. Hier ist bereits die Aura des spanischen Horrorkinos zu erkennen, die sich in den folgenden Jahren durch Paul Naschy und Regisseuren wie Amando de Ossorio oder León Klimovsky intensivierte.

Schauspielerisch bewegt man sich nicht auf dem höchsten Niveau, doch die meisten Darsteller bringen den nötigen Charme mit, den man bei solchen B-Produktionen erwartet. Die Effekte sind aus heutiger Sicht natürlich eher einfach, funktionieren aber soweit ganz gut. Im herrlichen Kampf, Werwolf gegen Werwolf, wird es sogar mal blutig. Weniger gelungen ist der Score von Ángel Arteaga, der oft sehr pompös und dramatisch daherkommt und ein wenig die dichte Atmosphäre stört. 

DIE VAMPIRE DES DR. DRACULA ist ein atmosphärischer, liebevoll inszenierter Horrorfilm und ein toller Auftakt für die phantastische Karriere von Paul Naschy. 

(Bjoern Candidus)

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Curse of the Devil, 1973 – ★★½→

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