DIE TODESKRALLE DES GRAUSAMEN WOLFES
(EL RETORNO DE WALPURGIS, Spanien, Mexiko, 1973, Regie: Carlos Aured)
Im Mittelalter lässt Ireneus Daninsky die Hexe Elisabeth Báthory mit ihrer ihre Folgschaft hinrichten, allerdings nicht, bevor sie einen Fluch aussprechen kann, der seine Familie treffen wird. Der Fluch der Hexe lässt sich Zeit bis in die Gegenwart des 20. Jahrhunderts, wo eine Satansanhängerin zur Walpurgisnacht den Fluch des Werwolfs auf Waldemar Daninsky überträgt, der sich schließlich in eine wilde Bestie verwandelt und für Angst und Schrecken in seiner Umgebung sorgt.
DIE TODESKRALLE DES GRAUSAMEN WOLFES von Carlos Aured (BLUTMESSE FÜR DEN TEUFEL, 1973) ist ein weiterer Werwolf-Horrorfilm, der im Zuge von DIE VAMPIRE DES DR. DRACULA (1968) folgte, aber diesmal auf Vampire verzichtet. Stattdessen gibt es die x-te Rache-Fluch-Geschichte, die mal wieder im Mittelalter ihren Anfang nimmt und in der Gegenwart ihre Auswirkungen spüren lässt.
Obwohl auch hier die meisten Zutaten vorhanden sind, die einen Großteil der Filme mit Paul Naschy (der meist selbst das Drehbuch verfasst hat) ausmachen, konnte hier der Funke nicht so recht überspringen. Viele Dialoge treten auf der Stelle, Szenen ziehen sich und es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis Naschy in seiner bekannten Werwolfmaske in Erscheinung tritt. Schauspielerisch trägt Naschy den Film beinahe allein, was auch nichts Neues ist. Insgesamt sind die Darsteller zwar solide, aber ihre Figuren sind eher unsympathisch.
Die Gewalt-Szenen sind minimal und meistens sieht man lediglich das Ereignis einer Tat. Am besten funktioniert die Atmosphäre, die den Freund des spanischen Gothic-Horror-Kinos immerhin befriedigen dürfte.
DIE TODESKRALLE DES GRAUSAMEN WOLFES ist für Naschy-Fans immer noch interessant genug, aber für Neueinsteiger gibt es deutlich bessere Filme.
(Bjoern Candidus)
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