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X: The Unknown, 1956 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

XX…UNBEKANNT
(X: THE UNKNOWN, GB, 1957, Regie: Leslie Norman, Joseph Losey)

Nahe einer Militärbasis kommt es zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall: die Erde tut sich auf und eine blobartige Kreatur zeigt ihre Schönheit. Das Wesen ist darauf bedacht, radioaktives Material aufzunehmen, um wachsen zu können. Gut, dass Dr. Royston alsbald auf der Matte steht, um nach einer Lösung des Problems zu suchen.

Ursprünglich wurde diese Produktion der HAMMER-Studios als Fortsetzung zu THE QUATERMASS XPERIMENT (1955) angedacht. Doch wie so oft, mangelte es an den nötigen Rechten. Der Name „Qutermass“, welcher auf den britischen Autor und Drehbuchschreiber Nigel Kneale zurückgeht, konnte nicht benutzt werden. Das Thema um Professor Qutermass wurde bereits 1953 teilweise als Live-Serie fürs Fernsehen bearbeitet. Und so erzählt dieser Film eine eigene Geschichte. Probleme gab es auch bei der Wahl des Regisseurs. Ursprünglich war Joseph Losey als Regisseur vorgesehen, musste aber aufgrund seiner Anfeindungen, weil er in den 1940er-Jahren für ein Jahr einer Kommunistischen Partei in den USA beigetreten war, das Feld räumen. Schließlich übernahm Leslie Norman (DÜNKIRCHEN, 1958 / BESTIEN LAUERN VOR CARACAS, 1968) das Zepter.

Besetzt wurde dieser Scifi-Monsterfilm mit u.a. Oscar-Gewinner Dean Jagger (DER KOMMANDEUR, 1949 / ALLIGATOR, 1980), HAMMER-Urgestein Michael Ripper, Edward Chapman, Leo McKern und Anthony Newley, die alle gute Arbeit leisten. Britische 50er-Jahre-Steifheit ist natürlich mit inbegriffen, aber größtenteils haben wir es hier auch mit Wissenschaftlern und der Armee zu tun. Der Film ist nicht nur aufgrund seiner Schwarzweiß-Fotografie düster. Nein, das Thema Radioaktivität, den einhergehenden Atombomben und der Schrecken aus dem Osten, ähm, All ist allgegenwärtig. Und so werden wir in diesem Fall Zeuge eines radioaktivitätsüchtigen Blobs, ein Jahr vor THE BLOB (1958). Dieser lebt vor allem unter der Erde, tut sich aber auf, in dem er den Erdboden spaltet. Die Effekte sind ordentlich und ein- bis zweimal sogar recht hart für die Zeit. Der Score von James Bernard sorgt zusätzlich für Dramatik und unterstreicht die schaurige Atmosphäre mancher Szenen. Dennoch hat der Film auch ein paar zähe Momente und bietet insgesamt zu wenig Spannung.
Der Fokus liegt klar auf der Wissenschaft und die Findung einer Lösung, der Science-Aspekt steht hier klar vor dem Monster, und doch ist beides untrennbar.

XX…UNBEKANNT ist kein großer Wurf, aber ein solider, stimmungsvoller Film mit kleinen Nettigkeiten aus der Welt des Phantastischen Films.

(Bjoern Candidus)

←Naked Violence, 1969 – ★★★★
Race with the Devil, 1975 – ★★★½→

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