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The Return of Count Yorga, 1971 – ★★½

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

DIE SIEBEN PRANKEN DES SATANS
(THE RETURN OF COUNT YORGA, USA, 1971, Regie: Bob Kelljan)

Graf Yorga ist zurück! Zum Leidwesen von so mancher Dame hat sich der Graf in einem schicken Schloss neben einem Waisenhaus eingenistet, um dort der Liebe und dem Blut zu frönen und nebenher eine Vampirarmee aufzubauen. Doch er hat eine Gruppe Menschen gegen sich, die der Kreatur der Nacht das Licht ausblasen will.

Schon ein Jahr nach dem ersten Teil, der hier dummerweise auf JUNGES BLUT FÜR DRACULA getauft wurde, kehrte Robert Quarry als höchst unsympathischer Vampir Graf Yorga zurück, erneut unter der Regie von Bob Kelljan.

Der Film startet mit einer recht atmosphärischen Szene, in der ein unheimlicher Wind weht, über den sich eine Frau mit einem Priester unterhält, während sich ein kleiner Junge durch den Park schleicht, wo sich drei Gespielinnen Yorgas aus der Erde buddeln. Auf der Flucht vor den Vampirinnen läuft der Junge Graf Yorga in die Hände, der sich, bekanntermaßen, direkt aggressiv zeigt. Dass der Graf, der eigentlich im Vorgängerfilm JUNGES BLUT FÜR DRACULA (1970) zu einer Staubmaus zerfallen ist und eigentlich vernichtet sein müsste, spielt hier keine Rolle. Fakt ist: er lebt und hat sich in einem Herrenhaus neben einem Waisenhaus eingenistet. Gleiches gilt auch für seinen Haus-und-Hof-Trottel Brudda. Insgesamt wirkt der Film belebter als sein Vorgänger, denn es tauchen mehr Figuren auf. Yorga hat nicht nur mehr Vampirinnen an seiner Seite, sondern auch eine Hexe, die ihm Ratschläge gibt und den oben erwähnten Junge, der unter seinem Bann steht. Aber auch auf der anderen Seite gibt es mehr Figuren, die hier agieren, um gegen Yorga vorzugehen, und die reden sehr viel, zu viel. Roger Perry (DAS DING MIT DEN ZWEI KÖPFEN, 1972), der junge Doktor aus dem Vorgänger, ist wieder an Bord, aber diesmal als ein anderer Doktor. Ebenfalls dabei: Craig T. Nelson (POLTERGEIST, 1982) als Sgt. O’Connor, Michael Pataki (ROCKY IV, 1985), Mariette Hartley (GOODNIGHT, BEANTOWN, 1983-1984) und Yvonne Wilder (WEST SIDE STORY, 1961) die hier ziemlich nervig ist. Durch die Bank ist das Ensemble wenig einladend, schon gar nicht charakterstark. Die gesamte Inszenierung wirkt unkonzentriert, sprunghaft und baut, im Gegensatz zum Vorgänger, weniger Spannung und Atmosphäre auf. Am stimmungsvollsten wird es, wenn es in die Grünanlagen zwischen Yorgas Herrenhaus und dem Waisenhaus geht, aber der Gothic-Horror-Anstrich von JUNGES BLUT FÜR DRACULA ist deutlich reduziert worden, was sehr schade ist, denn die Kombination aus klassisch und modern hat dort gut funktioniert. Dafür setzt man jetzt auf etwas Humor, der völlig unpassend ist, z.B. wenn sich Yorga angewidert im Fernseher GRUFT DER VAMPIRE (1970) anschaut oder er einem als Graf Dracula verkleideten Mann auf einem Kostümball begegnet. Auch der schwarzweißfarbene Oldtimer, den Yorga fährt, verzerrt die Figur unnötig. Aber gut, zumindest sieht das Ganze stylisch aus.

DIE SIEBEN PRANKEN DES SATANS schraubt die positiven Elemente seines Vorgängers herunter und fügt unnötige neue hinzu. Was bleibt ist ein halbgarer Vampirfilm, der aber noch genug Charme besitzt, um zu unterhalten.

(Bjoern Candidus)

←Teenage Mutant Ninja Turtles III, 1993 – ★½
Dracula’s Widow, 1988 – ★★★→

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