THE SALTON SEA
(USA, 2002, Regie: D. J. Caruso)
Nachdem die Frau von Jazzmusiker Tom bei einem Überfall zweier maskierter Typen getötet wird, schmiedet er einen Racheplan. Für diesen nimmt er eine neue Identität an: Danny Parker, ein Speed-Junkie, der fortan als Spitzel für die Polizei arbeitet.
Regisseur D. J. Caruso (DISTURBIA, 2007), der hier sein Langfilm-Debüt vorgelegt hat, schickt Val Kilmer in eine seiner überzeugendsten Rollen, wie ich finde. Als Produzent fungierte Frank Darabont, und der steht meistens für Qualität.
Hier ist ganz viel Zeitgeist: Drogen-Freaks, Drogen-Cops, garstige Gewalt, entsprechende Musik und stylische Bilder. Doch während andere Produktion aus dieser Zeit in billiger Coolness oder stumpfen Übertreibungen ertrinken, hält sich Caruso über Wasser und überzeug von Anfang bis zum Ende auf allen Ebenen. Vor allem die Darsteller machen viel Spaß. Neben Val Kilmer fährt man Vincent D‘Onofrio, Deborah Kara Unger, Doug Hutchison, Anthony LaPaglia, Peter Sarsgaard, Danny Trejo und sogar Meat Loaf auf. Bereits von Beginn an wird man in eine kaputte Welt gezogen, die sich stylisch, verspielt und versiert fotografiert aufbaut und passend vom Score von Thomas Newman begleitet wird. Zudem gibt es u.a. Songs von den Chemical Brothers, Moby und Lou Reed.
THE SALTON SEA ist ein hervorragendes Drogen-Krimi-Drama mit schrägen Figuren, einem guten Twist und vielen Schauwerten, das nun über 20 Jahre auf dem Buckel hat, aber immer noch frisch und schnittig wirkt.
(Bjoern Candidus)
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