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Death Carries a Cane, 1973 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

in

Rezensionen

DIE NACHT DER ROLLENDEN KÖPFE
(PASSI DI DANZA SU UNA LAMA DI RASOIO, Italien, Spanien, 1973, Regie: Maurizio Pradeaux)

Katja beobachtet auf einer Aussichtsplattform über ein Fernrohr einen Mord an einer jungen Frau, die sich in ihrer Wohnung befindet. Leider kann sie weder das Gesicht des Täters erkennen noch bestimmen, welche Wohnung es genau war. Ihr Freund Alberto rät ihr ab, zur Polizei zu gehen, doch sie entscheidet sich dagegen und meldet den Vorfall. Erst als man die Leiche einer Tänzerin findet, glaubt man Katja. Als schließlich weitere Morde an jungen Frauen verübt werden, gerät sogar Katjas Freund Alberto ins Visier der Polizei. Um seine Unschuld zu beweisen, ermitteln die beiden in eigener Hand.

Ein Mord wird beobachtet. Der Killer Trägt einen schwarzen Mantel, dazu Hut und Handschuhe. Die Waffe: ein Rasiermesser. Dem Zeugen wird nicht geglaubt, Menschen werden verdächtigt, Menschen werden verfolgt….

Regisseur Maurizio Pradeaux, der drei Jahr zuvor mit Klaus Kinski GEHEIMCODE LEOPARD auf Zelluloid bannte, bedient sich bei Bava, Martino und ganz besonders bei Argento und liefert alles, was das Giallo-Herz begehrt. Die Nähe zu DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE (1970) ist nicht zu übersehen, weder inhaltlich noch visuell. Aber Pradeaux ist kein Argento, und so ist die Kunstfertigkeit in einer anderen Klasse angesiedelt. Dennoch gibt er sich wirklich Mühe, einen ordentlichen Thriller abzuliefern. Es gibt einige nette Kamerafahrten, teilweise aus der POV, die die Mord-Szenen, samt dem Score von Roberto Pregadio, mit Spannung versorgen. Zudem zeigt sich der Film dreckig, hält sich gerne in der Nacht auf und liefert abwechslungsreichen Sets; vor allem das Gewächshaus im Finale hat seine Reize. Reize versprühen, aber auch die Damen und Herren, die hier verwickelt sind, allen voran die wunderschöne Nieves Navarro alias Susan Scott, die in die Rolle von Katja schlüpft, während der eher monotone Robert Hoffmann ihren Freund Alberto spielt. Zudem gibt es ein Wiedersehen mit Simón Andreu, Sal Borgese und ganz kurz im Bilde: Luciano Rossi.

DIE NACHT DER ROLLENDEN KÖPFE ist kein Überflieger, aber ein atmosphärischer, teils recht derber Giallo zweiter Klasse, der wenig vermissen lässt.

(Bjoern Candidus)

←Leprechaun Returns, 2018 – ★★½
The Salton Sea, 2002 – ★★★★→

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