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Craze, 1974 – ★★★

Verfasst von

marco-fritz

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Rezensionen

CRAZE – DÄMON DES GRAUENS (GB, 1974, Regie: Freddie Francis)

Ein Antiquitätenhändler hat ein ganz besonderes Hobby: er betet einen Dämonen namens Chuku an, der als Holzfigur in seinem Keller steht. Gemeinsam mit seinen Anhängern finden in den Gewölben unter dem Laden Opferungen statt. Klar, dass Scotland Yard da nicht lang die Füße stillhält.

Sex, Gewalt und Okkultismus beherrschen das Geschehen in diesem Horror-Thriller von Freddie Francis. Da wundert es nicht, dass Jack Palance in der Nähe ist. Andererseits ist er auch kein häufiger Gast im britischen Horror-Kino, wobei er im gleichen Jahr für Dan Curtis als Dracula vor der Kamera stand. Palance alles irrer Sektenführer mit Oberlippenbärtchen ist das wahre Highlight des Films. Er raucht, trinkt, fummelt mit lasziven Damen und opfert sie schließlich dem hölzernen Chuku. Was will man mehr? Vielleicht etwas mehr Spannung, aber die bleibt zurück. Das liegt vor allem daran, dass man hier direkt weiß, wo der Irre lang läuft. Palance beherrscht das Geschehen, hat sehr viel Sceentime und verdrängt damit alles und jeden, im schlimmsten Fall sogar das Team hinter der Kamera. Zudem darf man hier Hugh Griffith (DAS SCHRECKENSKABINETT DES DR. PHIBES, 1971), David Warbeck (GEISTERSTADT DER ZOMBIES, 1981) und Suzy Kendall (DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE, 1971) und Diana Dors (THEATER DES GRAUENS, 1973) wiedersehen.

Rein visuell bewegt man sich auf anständigem Niveau, was bei Francis kaum ungewöhnlich ist. Die düstere Stimmung, der fiese Chuku, das garstige Verhalten Palance und ein gewisser Hang zur Brutalität, machen das Ganze zumindest Handfest. Ein bisschen Auflockerung kommt mit den Krimi-Elementen und mit der polizeilichen Ermittlung.

CRAZE – DÄMON DES GRAUENS ist ziemlich unterkühlter Okkult-Horror-Thriller, der vor allem für Palance-Fans und natürlich für Freunde von Produktionsschmieden wie HAMMER, AMICUS oder TIGON durchaus von Interesse sein könnte.

(Bjoern Candidus)

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